HONGKONG (Dow Jones) - Wie gewonnen so zerronnen: Das gilt zur Wochenmitte zumindest für die jüngsten Hoffnungen auf ein breit angelegtes Konjunkturpaket durch die chinesische Regierung, die am Vortag noch für steigende Kurse an den asiatischen Aktienbörsen gesorgt hatten. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua plant China entgegen einiger Spekulationen vom Vortag keine massiven Stimuli zur Steigerung des Wachstums wie etwa im Jahr 2008. Vor allem bei zyklischen Aktien geht es daraufhin mit den Kursen abwärts.
Dazu gesellen sich einmal mehr die Sorgen um die Eurozone. Die EZB lehnt die von der spanischen Regierung geplante Sanierung der angeschlagenen Großbank Bankia mit Staatsanleihen offenbar ab, was den Ängsten um die Stabilität des spanischen Bankensektors neue Nahrung gibt.
In Tokio verliert der Nikkei 0,7 Prozent auf 8.598 Punkte, der südkoreanische Kospi gibt um 0,6 Prozent auf 1.840 Punkte nach. Für den Shanghai Composite Index geht es um 0,1 Prozent auf 2.387 Punkte abwärts. In Sydney sinkt der A&P/ASX 200 um 0,7 Prozent auf 4.087 Punkte.
"Es schwelen weiter die Sorgen um das spanische Bankensystem und die Frage, welches Rettungspaket das Land brauchen wird", sagt Tim Waterer von CMC Markets in Sydney.
Am Vortag hatte die Abstufung der spanischen Kreditwürdigkeit durch Egan-Jones bereits für steigende Verunsicherung unter den Anlegern in Europa und den USA gesorgt und den Euro auf den tiefsten Stand seit knapp zwei Jahren gedrückt. Im asiatischen Handel gibt die Gemeinschaftwährung zum Dollar um weitere 0,1 Prozent auf 1,2487 und zum Yen um 0,3 Prozent auf 99,0443 nach.
Positive Nachrichten aus dem schuldenstrapazierten Griechenland treten indes in den Hintergrund. Laut den griechischen Wahlumfragen vom Wochenende liegt mit der Nea Dimokratia eine Partei vorn, die sich zu den Sparbeschlüssen des Landes bekennt. Zudem stehen 80 Prozent der Griechen zum Euro. Weil sich die Parteien nach den jüngsten Parlamentswahlen nicht auf eine Regierung einigen konnten stehen dem Land Mitte Juni Neuwahlen bevor.
Unter den Einzelwerten fallen Marubeni in Tokio um mehr als 4 Prozent. Das Unternehmen hat angekündigt, den drittgrößten Getreidehändler der USA, Gavilon Group, für 3,6 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen.
Ebenfalls in Tokio ziehen Olympus um 3,2 Prozent an, nachdem sie im frühen Handel in der Spitze um 9,3 Prozent gestiegen waren. Einem Bericht zufolge befindet sich der wegen eines Bilanzskandals in die Schlagzeilen geratene Kamerahersteller in Gesprächen über eine Kapitalallianz mit Panasonic und Sony, die Investitionen über mehrere Milliarden Yen beinhalten könnte.
INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.087,30 -0,66% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.594,18 -0,73% 08.00 Kospi (Seoul) 1.839,79 -0,55% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.387,23 -0,10% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 18.686,25 -1,94% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.793,03 -0,31% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 09.45 Uhr EUR/USD 1,2469 -0,1% 1,2487 1,2566 EUR/JPY 99,0463 -0,3% 99,3130 99,86933 USD/JPY 79,4390 -0,1% 79,5400 79,477 USD/KRW 1177,0000 +0,1% 1176,0700 1174,5 USD/CNY 6,3477 +0,0% 6,3477 6,3477 AUD/USD 0,9798 -0,4% 0,9836 0,9893 DJG/DJN/kko/gos
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