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    MÄRKTE ASIEN/China-BIP beruhigt und bringt Aktienkäufer zurück

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    Die Aktienbörsen in Asien erholen sich zum Wochenschluss von frühen Verlusten und feiern damit die von China vorgelegten Wachstumszahlen zum zweiten Quartal. Zwar ist das chinesische BIP den sechsten Monat infolge rückläufig gewesen und mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr so niedrig wie seit 2009 nicht mehr ausgefallen. Das liege aber immerhin im Rahmen der Erwartungen und nicht wie von vielen befürchtet noch darunter, erklären Börsianer.

    Negative Schlagzeilen macht indes wieder einmal das schuldenstrapazierte Europa, wo die Ratingagentur Moody's in der Nacht die Kreditwürdigkeit Italiens gleich um zwei Noten gesenkt hat. Damit liegt die Nonität des krisengeschüttelten Eurolandes nur noch zwei Stufen über Ramschniveau. Moody's warnte zudem vor einer weiteren Abstufung, wenn sich die Wirtschaftsaussichten weiter eintrüben sollten.

    In Tokio legt der Nikkei um 0,3 Prozent auf 8.745 Punkte zu, die Leitindizes in Hongkong und Australien klettern jeweils um rund ein halbes Prozent nach oben. Lediglich am chinesischen Festland will noch keine rechte Freunde aufkommen, hier notiert der Schanghai-Composite kaum verändert.

    "Die Tatsache, dass die BIP-Zahlen Chinas nicht ganz so schlecht ausgefallen sind wie befürchtet, verleiht dem Markt einen Aufwärtsschub", kommentiert Francis Lun, Managing Director bei Lyncean Securities. Tom Kaan von Louis Capital Markets in Hong Kong ergänzt: "Die chinesische Wirtschaft kühlt sich ab, daher wird sich die Regierung ein Stimulus-Programm ausdenken. Die Eine-Million-Dollar-Frage ist nur, wie groß dieses Programm ausfallen wird."

    Rohstoff- und Bankenwerte sind besonders gesucht. In Hongkong steigen Aluminum Corp of China um 2,3 Prozent und China Coal Energy um 2,8 Prozent, während die Aktien des australischen Minenkonzern BHP Billiton um 0,7 Prozent anziehen. Australische Minenbetreiber profitieren von einer starken chinesischen Wirtschaft, da China der größte Abnehmer australischer Rohstoffe ist.

    Unter den Einzelwerten stechen Densu in Tokio mit einem Minus von fast 6 Prozent hervor. Die Werbeagentur hatte am späten Donnerstag angekündigt, das britische Medienunternehmen Aegis Group für 4,9 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Damit wäre Densu dann die größte Mediengruppe Asiens.

    Am Devisenmarkt ist der Euro mit der Herabstufung der italienischen Staatsschulden kurzfristig erneut abgetaucht, stabilisiert sich mittlerweile aber wieder über der Marke von 1,22 US-Dollar. Am Vortag hatte die Gemeinschaftswährung noch ein neues Zweijahrestief bei 1,2169 Dollar markiert, das wurde nun aber nicht noch einmal unterschritten.

    === INDEX Stand +- in % Handelsende aktuell (MESZ) S&P/ASX 200 (Sydney) 4.092,40 +0,60% 08.00 Nikkei-225 (Tokio) 8.739,58 +0,22% 08.00 Kospi (Seoul) 1.811,77 +1,48% 08.00 Shanghai-Composite (Schanghai) 2.184,83 -0,03% 09.00 Hang-Seng-Index (Hongkong) 19.111,26 +0,45% 10.00 Straits-Times (Singapur) 2.978,80 +0,23% 11.00 DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 10.17 Uhr EUR/USD 1,2207 +0,0% 1,2202 1,2226 EUR/JPY 96,7960 +0,1% 96,7457 96,9771 USD/JPY 79,2970 +0,0% 79,2845 79,3750 USD/KRW 1150,6500 -0,3% 1154,6300 1152,8500 USD/CNY 6,3762 +0,0% 6,3735 6,3740 AUD/USD 1,0166 +0,3% 1,0136 1,0163 === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/DJN/kko/flf

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