Der Dax wird vorbörslich um 0,5 Prozent höher bei 5730 Zählern gehandelt. Das entspricht einem Plus von 27 Punkten zum gestrigen Schlusskurs. Angeführt wird der Leitindex von Infineon , Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) und der Deutschen Post . Abgaben sind bei der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) , Fresenius Medical Care (Xetra: 578580 - Nachrichten) und Merck (MERK.JK - Nachrichten) zu erwarten.
In Deutschland hat sich der Preisverfall bei den Erzeugern von Energie, Lebensmitteln und anderen gewerblichen Produkten im Oktober fortgesetzt. Die Produzentenpreise fielen wie schon im September um durchschnittlich 7,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat. Im Juli hatte es mit 7,8 Prozent den stärksten Rückgang seit Bestehen der Bundesrepublik gegeben. Im Vergleich zum Vormonat blieben die Preise stabil. Grund für den starken Rückgang sind deutlich billigere Energiepreise. Der Aufsichtsrat von Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) hat den geplanten Zusammenschluss mit Porsche (Xetra: POR3.DE - Nachrichten) besiegelt. Das Gremium habe allen Verträgen dazu zugestimmt, teilte VW am Freitag mit. Die Porsche-Eigner sollen die Verträge im Laufe des Tages in Wolfsburg unterzeichnen. Eine Entscheidung von VW über das künftige Engagement beim insolventen Autozulieferer Karmann dürfte erst am Freitag fallen. Dann tritt der VW-Aufsichtsrat erneut zusammen, um die Investitionsplanung für die kommenden Jahre fortzuschreiben. Mit Absegnung der VW-Porsche-Ehe rücken VW-Chef Martin Winterkorn und Finanzchef Hans Dieter Pötsch an die Spitze der Porsche-Holding, um dort die Funktionen der entlassenen Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härter zu übernehmen. Die Merck-Aktie leidet unter einer Herabstufung durch die Citigroup (NYSE: C - Nachrichten) . Das erneute Nein der europäischen Arzneimittelbehörde zum Einsatz von Erbitux zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs komme überraschend, schrieb Analyst Mark Dainty in einer Studie. Daher habe er seine Gewinnprognosen für 2011 und 2012 um sieben beziehungsweise zehn Prozent gesenkt. Er stufte Merck-Aktien herunter auf "Hold" von "Buy" und nahm das Kursziel auf 70 von 75 Euro zurück. Negative Zahlen vom US-Arbeitsmarkt haben die US- Aktienmärkte in die Verlustzone gedrückt. Auch Technologiewerte büßten kräftig ein - Grund war eine Herabstufung von Chipherstellern.
Der S&P 500 gab 1,3 Prozent nach, der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,7 Prozent, und der Dow Jones (Nachrichten) sank um 0,9 Prozent auf 10.332 Punkte.
Nachdem Bank of America-Merrill Lynch (NYSE: MER - Nachrichten) bekanntgab, nicht mehr damit zu rechnen, dass der Halbleitersektor im kommenden Jahr so stark wächst wie zuletzt vermutet, büßten die Anteilsscheine von Intel (NASDAQ: INTC - Nachrichten) und auch Texas Instruments (NYSE: TXN - Nachrichten) deutlich ein. Es könne zu einer Korrektur bei den Lagerbeständen kommen, teilte die Bank weiter mit.
Auf der Konjunkturseite belasteten die jüngsten Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Diese lagen mit 505.000 exakt auf dem Niveau der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Dell (NASDAQ: DELL - Nachrichten) fällt hinter seine Rivalen zurück. Der drittgrößte PC-Hersteller gab am Donnerstag für das abgelaufene Quartal einen Gewinn-Einbruch von mehr als die Hälfte und einen Umsatz unter Analysten-Erwartungen bekannt. Branchenprimus Hewlett-Packard (HP) hatte dagegen jüngst die Erwartungen übertroffen. Dell zeigte sich langfristig optimistisch, gab jedoch keinen konkreten Ausblick für das Weihnachts-Quartal ab. Die Aktien des US-Konzerns wurden nachbörslich abgestraft und gaben im elektronischen Handel um sechs Prozent nach.
Aktien von General Electric (NYSE: GE - Nachrichten) verloren. Der Industrieriese erwartet für seine Technologie- und Infrastruktur-Sparte nur ein schwaches Wachstum und signalisierte damit, dass das Schlimmste für den Siemens -Rivalen in den USA und Europa noch nicht überstanden ist.
Die Werte von Krankenversicherungen verzeichneten ebenfalls Verluste. Der Mehrheitsführer im Senat, der Demokrat Harry Reid, hatte am Mittwoch einen Entwurf für die Reform des amerikanischen Gesundheitswesens vorgelegt. Durch die Maßnahmen sollen 31 Millionen jetzt unversicherte Amerikaner einen Versicherungsschutz erhalten.
Die Börsen in Fernost haben zum Wochenausklang überwiegend schwächer notiert. In Tokio zogen Chip-Werte den Markt ins Minus. Der Nikkei schloss um 0,5 Prozent tiefer bei 9497 Punkten. Konjunktur Uhrzeit Ereignis Prognose vorheriger Wert 06:00 JP: Bank of Japan, Zinsentscheid 0,1 0,1 08:00 D: Erzeugerpreise Oktober minus 0,1 % minus 0,5 %