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    Klöckner & Co vorerst meiden - Ausblick zappenduster

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    =Frankfurt 31.01.2012 (www.emfis.de= =) Das hat gesessen – der Ausblick, den Gisbert Rühl in einem Interview mit der „Financial Times Deutschland“ für die Stahlwirtschaft abgab, war ausgesprochen pessimistisch.

    Der Vorstandschef des Metallhandelskonzerns Klöckner & Co. geht davon aus, dass die Stahlnachfrage in Europa um bis zu 5 Prozent zurückgehen wird – und es könne auch „noch schlimmer“ kommen. Daneben bekräftigte Rühl, dass Klöcker selbst 2011 lediglich ein leicht positives Ergebnis erwirtschaftet habe. Der jüngste Aufschwung sei nämlich nur eine „Zwischenerholung“ gewesen. 

    Die Anleger, die sich bisher offenbar noch der Hoffnung auf eine schnelle Branchenerholung hingegeben hatten, wurden dadurch sehr unsanft aus den Träumen gerissen. Die Aktie von Klöckner & Co rutschte gestern um 7,3 Prozent auf 10,85 Euro ab, und auch andere Stahlwerte wie etwa ThyssenKrupp (Xetra: 750000 - Nachrichten) gerieten deutlich unter die Räder. Dabei waren aus dem Sektor schon zuvor einige Hiobsbotschaften gekommen. Nippon Steel (Frankfurt: 859164 - Nachrichten) etwa ist im abgelaufenen Quartal in die roten Zahlen abgerutscht, und hat ebenfalls die Prognosen zurückgenommen. Hier glaubten die Anleger aber noch, dass dies allein mit japanischen Sonderfaktoren zu erklären wäre, die für die europäische Stahlbranche nicht relevant seien.  

    Zykliker haben es weiterhin schwer= 

    In den vergangenen Monaten hatte sich die Aktie von Klöcker & Co schlichtweg an die positive Gesamtmarktentwicklung angehängt, und viele Marktteilnehmer rechneten insgeheim wohl auch damit, dass der Konzern doch noch positiv überraschen werde. Die recht optimistischen Bewertungskennzahlen, die bisher zugrunde gelegt wurden, sind jetzt vorerst aber Makulatur, und auch eine Dividendenausschüttung ist für die Anteilseigner für das abgelaufene Jahr nicht drin. Vorstandschef Rühl setzt 2012 vor allem auf Kostensenkungen und Stellenabbau – und auch auf den US-Stahlmarkt, der sich bisher noch deutlich dynamischer entwickelt als der europäische. Daneben sollen auch Zukäufe für wieder steigende Gewinne sorgen. Auf mehr als ein positives Ergebnis in 2012 wollte sich der Klöckner-Chef aber nicht festlegen. 

    Die jüngste Erholung der Klöckner-Aktie ist durch den gestrigen Kursrutsch zwar noch nicht beendet worden – das Bild hat allerdings sichtbar Risse abbekommen. Bei aller Hoffnung auf eine baldige Beilegung der EU-Schuldenkrise sollten Anleger nicht vergessen, dass insbesondere Unternehmen aus zyklischen Branchen, deren Tätigkeitsschwerpunkt zudem im europäischen Raum liegt, in einem Umfeld agieren, das nach wie vor die gewünschte Dynamik vermissen lässt.

    Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag "Nippon Steel schlittert in die Miesen" auf www.emfis.de .


    www.emfis.de

     

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