Die Kauflust der Deutschen hat im November trotz anhaltender Sorgen vor den Auswirkungen der Schuldenkrise deutlich zugelegt. Wie aus dem GfK-Konsumklimaindex für November hervorgeht, bot die Verbraucherstimmung allerdings kein einheitliches Bild. Die Neigung zu größeren Anschaffungen nahm spürbar zu, was laut GfK vor allem auf "exzellente inländische Rahmenbedingungen wie sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Einkommen" zurückzuführen ist. Zudem gehe die Neigung der Deutschen weiter zurück, Geld auf die hohe Kante zu legen, da das Vertrauen in die Finanzmärkte erschüttert sei.
Gleichzeitig sind die Verbraucher aber durch die internationale Schuldenkrise und die bislang fehlenden nachhaltigen Lösungen verunsichert, wie das Marktforschungsinstitut GfK erklärte. Dies zeige sich in einer weiter sinkenden Konjunkturerwartung und einer leicht nachlassenden Einkommenserwartung. Nachdem im Vormonat noch ein leichtes Plus bei der Einkommenserwartung zu verzeichnen gewesen sei, handele es sich jetzt aber um einen Rückgang auf immer noch "hohem Niveau".
Der Konsumklimaindex für November wurde von den erwarteten 5,3 Zählern auf 5,4 nach oben revidiert. Für Dezember sagen die Konsumforscher einen weiteren Anstieg auf 5,6 Punkte voraus. Damit bestätige die deutsche Binnenkonjunktur die ihr zugeschriebene Rolle als wichtige Stütze der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, betonten die Marktforscher. Zwar dürfe die wichtige Rolle der Exporte nicht außer Acht gelassen werden. Aber mit einem "zweiten starken Standbein, wie dem Konsum", stehe die deutsche Konjunktur stabiler da und sei "etwas weniger anfällig für negative Einflüsse von außen, wie wir sie derzeit erleben".







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