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    Japan und Russland wollen Wirtschaftsbeziehungen vertiefen

    Tokio/Moskau (BoerseGo.de) – Japan und Russland wollen ihre bilateralen wirtschaftlichen und sicherheitstechnischen Beziehungen in Zukunft vertiefen. Auch weitere Verhandlungen zu einem bis dato nicht abgeschlossenen Friedensvertrag zwischen Tokio und Moskau stehen auf der Agenda beider Länder.

    „Da sich die Sicherheitslage in der asiatisch-pazifischen Region signifikant verändert, kommt der Beziehung zwischen Japan und Russland eine wachsende Bedeutung zu“, so der japanische Außenminister Koichiro Genba in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen, Sergej Lawrow, nach ihrem Treffen in Tokio am Wochenende. Genba zufolge streben die beiden Länder eine stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Energie und Sicherheit an.

    Die Annäherung beider Länder geschieht trotz der territorialen Streitigkeiten zwischen Tokio und Moskau in Folge des Zweiten Weltkrieges. Japan und Russland haben Streitigkeiten über die Souveränität der südlichsten Inseln des Kurilen-Archipels, welche von den sowjetischen Truppen nach der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg am 15. August 1945 annektiert wurden. Der Streit um die Inseln Etorofu, Kunashiri, Schikotan und die Insel-Gruppe Habomai hat bis dato einen Friedensvertrag zwischen beiden Ländern und damit die formelle Beendigung des Krieges zwischen Japan und Russland verhindert.

    Genba betonte, dass eine Beilegung der territorialen Frage und des Abschlusses eines Friedensvertrages derzeit wichtiger denn je ist, wenn beide Länder eine „wahre freundschaftliche Verbindung aufbauen wollen“. Er fügte hinzu, dass er zwischen Moskau und Tokio ehrliche und sinnvolle Gespräche über die Souveränität der Inseln wünscht.

    Lawrow ergänzte, dass Russland bereit ist, Gespräche über einen Friedensvertrag mit Japan nach der russischen Präsidentenwahl im März fortzusetzen. Lawrow der bisher die Position vertreten hat, dass die Inseln legaler Bestandteil Russlands sind, erklärte nun, dass er eine Lösung anstrebt, die für beide Seiten akzeptiert werden kann.

     

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