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    Japan: DPJ des Regierungschefs Noda abgewählt

    Tokio (BoerseGo.de) – Bei der Unterhauswahl in Japan am Wochenden wurde die bisherige Regierung von Yoshihiko Noda und seiner Demokratischen Partei (DPJ) abgewählt. Die Liberaldemokraten (LDP) und ihr Koalitionspartner New Komeito (NK) konnten bei der Unterhauswahl am 16. Dezember eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Parlamentssitze erringen. Es war die erste Wahl seit der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011.

    Damit kehrt die LDP nach drei Jahren wieder an die Macht zurück. Der japanische Premierminister Noda (DPJ) gestand seine Niederlage ein. Der neue japanische Regierungschef wird wahrscheinlich am 26. Dezember gewählt. Der rechtskonservative LDP-Vorsitzende Shinzo Abe wird damit der siebte Regierungschef in nur sechs Jahren.

    Abe gilt als außenpolitischer Hardliner und als Befürworter der Atomenergie. Den von seinem Vorgänger Noda angekündigten Ausstieg Japans aus der Atomenergie bis zum Jahr 2040 dürfte Abe wieder rückgängig machen. Aktien von Energieunternehmen konnten daher von dem Wahlausgang deutlich profitieren. Kritiker sehen in der LDP die Partei die verantwortlich für eine Atompolitik ist, bei der jahrzehntelang Sicherheitsfragen vernachlässigt wurden.

    Im Fokus des designierten Premierministers Abe steht die Ankurbelung der japanischen Wirtschaft. Am heutigen Montag teilte er mit, dass er ein großes Extrabudget freimachen will, um die japanische Volkswirtschaft von der Deflation zu befreien.

    Abe teilte weiterhin mit, bereits Ende Januar oder im Februar in die USA zu einem Staatsbesuch reisen zu wollen, um US-Präsident Barack Obama zu treffen. Er sprach sich zuvor bereits für die Revision der pazifistischen Verfassung von 1946 aus und will die militärische Stärke Japans an der Seite der USA erhöhen. Im Territorialkonflikt mit dem Riesenreich China um die Senkaku-Inseln hatte er den scheidenden Premier Noda mehrfach für seine zu schwache Haltung gegenüber China kritisiert.

    Analysten bewerteten den Wahlausgang in Japan positiv. Mit der Erreichung der Absoluten Mehrheit kann die neue Regierung ihre Pläne aggressiv umsetzen, sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Investoren sehen die Partei besonders geeignet die japanische Konjunktur mit breitflächigen Maßnahmen wieder anzukurbeln.

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