IWF-Chef: Rückzug aus Konjunkturförderung lieber später als zu früh

boersego
, Montag, 23. November 2009, um 17:42 CET

New York (BoerseGo.de) - Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn erklärt, dass es noch zu früh für einen allgemeinen Rückzug aus den stimulierenden Konjunkturprogrammen sei. Die Regierungen sollten lieber auf Nummer sicher gehen, da ein zu später Ausstieg aus den Konjunkturanreizen wahrscheinlich weniger schädlich sei als ein zu früher. Auch wenn sich die Bedingungen in der globalen Wirtschaft verbesserten, so blieben sie doch in hohem Maße anfällig und durch die Unterkapitalisierung des Bankensystems, schwache Finanzlage in den Privathaushalten, hoher Arbeitslosigkeit und gewaltige Staatsdefizite bedroht.

Der IWF-Chef fügte hinzu, dass der Entwurf von Plänen zur Konsolidierung des Staatshaushaltes absoluten Vorrang haben sollte, was besonders für die führenden Volkswirtschaften gelten sollte, in denen es wenig Anzeichen für Inflationsdruck gebe. Der Rückzug aus der finanz- und geldpolitischen Stimulierung  sollte bis zu einer nachhaltigen Erholung bei der privaten Nachfrage und einer gesicherten Finanzstabilität warten.