Frankfurt/Main (dapd). Angesichts der Eurokrise fordert der italienische Manager Giuseppe Vita mehr Macht für die EU. Die Länder müssten "Souveränität und Zuständigkeiten abgeben und eine stärkere politische Integration anstreben", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende des Medienkonzerns Axel Springer und der italienischen Großbank Unicredit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Trotz aller Probleme stecke in der Eurokrise aber "viel Gutes und eine große Chance", sagte der 77-jährige Ex-Chef des Pharmakonzerns Schering. "Selten wurde so stark an der europäischen Integration gearbeitet wie jetzt."
Zugleich gab sich Vita zuversichtlich für die Zukunft seines Heimatlandes. "Italien ist nicht mehr das Land vom November (Stuttgart: A0Z24E - Nachrichten) 2011", sagte er. Ministerpräsident Mario Monti habe große Reformfortschritte gemacht. Deshalb hätten die aktuell hohen Zinsen auf den Anleihemärkten "nicht nur mit Misstrauen zu tun", sondern seien größtenteils Ergebnis kurzfristiger Spekulationen. "Wenn wir auf dem Weg bleiben, haben wir in wenigen Jahren weniger Schulden als Deutschland", gab sich Vita überzeugt.
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