Berlin (dapd). Der designierte Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) , Anshu Jain, war einem Zeitungsbericht zufolge 2007 am Verkauf einer Anlage beteiligt, die der Bank später eine Schadenersatzklage einbrachte. Interne Unterlagen belegten, dass Jain als Investmentbanker Anteile am Hypothekenfonds Gemstone VII angeboten habe, berichtet die "tageszeitung" am Samstag. Die Dokumente stammten aus einem Untersuchungsausschuss des US-Senats, der Hunderttausende interne Mails und Dokumente von Banken, Versicherungen und Aufsichtsbehörden gesichtet habe.
Jain hatte demnach keinen Erfolg mit seinem Angebot. Allerdings hätten die später in Not geratene IKB (Hamburg: IKB.HM - Nachrichten) für 87 Millionen Dollar und die Commerzbank (Other OTC: CRZBF.PK - Nachrichten) für 15 Millionen Dollar bei anderen Investmentbankern der Deutschen Bank Anteile an Gemstone VII gekauft. In den Verkaufsunterlagen habe die Deutsche Bank vorhergesagt, die Qualität der enthaltenen Kredite werde sich während der Laufzeit verbessern, inzwischen seien die Anteile aber wertlos. In dem folgenden Schadenersatzverfahren hatte sich die Deutsche Bank im Februar außergerichtlich geeinigt.
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