Immobilienmarkt treibt Dow auf Jahreshoch

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Montag, 23. November 2009, um 22:22 CET

Positive Konjunkturdaten haben den New Yorker Börsen am Montag Auftrieb verliehen. So wurden nach Angaben der Vereinigung der US-Immobilienmakler im Oktober mit einem Zuwachs von 10,1 % deutlich mehr bestehende Eigenheime verkauft als im Vormonat.

Zudem hob die Aussicht auf weiter billiges Geld die Stimmung der Anleger: Fed-Vertreter James Bullard sagte, die US-Notenbank sollte ihr Ankaufprogramm von mit Hypothekenkrediten besicherten Wertpapieren verlängern, um Politik und Federal Reserve mehr Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen die Rezession zu verschaffen. Damit dürften die Leitzinsen vorerst nicht angehoben werden, sagte Peter Bookvar von Miller Tabak & Co. "Der Markt liebt das."

Der Dow-Jones-Index schloss 1,3 % höher bei 10.450 Punkten und damit so hoch wie seit mehr als einem Jahr nicht. Im Handelsverlauf pendelte er dabei zwischen 10.320 und 10.495 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 (Nachrichten) legte 1,4 % auf 1106 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann ebenfalls 1,4 % auf 2176 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax (Xetra: Nachrichten) 2,4 % höher bei 5801 Zählern.

An der Wall Street profitierten Aktien von Pharma- und von Versicherungskonzernen davon, dass die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama eine wichtige Hürde im Senat nahm. Die Papiere von Pharma-Branchenprimus Pfizer stiegen um rund ein %, die Anteilsscheine des Versicherers WellPoint notierten 4,6 % höher.

Am Technologiemarkt zeigten sich die Aktien von Google (NASDAQ: GOOG - Nachrichten) unbeeindruckt von einem Bericht, wonach Erzrivale Microsoft und der Medienkonzern News Corp an einer Partnerschaft schmieden, mit der Inhalte aus dem Murdoch-Medienimperium künftig nicht bei mehr bei Google auftauchen sollen. Microsoft (NASDAQ: MSFT - Nachrichten) biete News Corp dafür Geld an, sagte eine mit der Situation vertraute Situation. Die Google-Papiere legten dennoch um 2,2 % zu, während die Anteilsscheine von Microsoft um 1,1 % und die von News Corp nur um 0,3 % stiegen.

Nortel bereitet Sorgen

Die Aktien des Technologiekonzerns Ciena gaben rund 9 % nach. Das Unternehmen hatte sich zuvor im Bieterwettstreit mit dem deutsch-finnischen Netzwerkspezialisten Nokia Siemens Networks um Geschäftsteile des bankrotten kanadischen Konkurrenten Nortel durchgesetzt und für 769 Mio. Euro den Zuschlag erhalten. Anleger bereiteten aber die Integration der Nortel-Teile und der gestiegene Schuldenberg Sorgen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,98 Mrd. Aktien den Besitzer. 2341 Werte legten zu, 666 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq (NASDAQ: Nachrichten) schlossen bei Umsätzen von 1,83 Mrd. Aktien 1911 im Plus, 772 im Minus und 137 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen auf 100-30/32. Sie rentierten mit 3,362 %. Die 30-jährigen Bonds kletterten auf 101-15/32 und hatten eine Rendite von 4,287 %.

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