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    Immobilien in Asien: Investoren verschenken Ertragschancen

    Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Immobilienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum bieten für europäische Investoren weiterhin ein attraktives Investitionsziel. Diese Einschätzung vertritt Norbert Schley, Global Real Estate Strategist bei SEB Asset Management. In seiner Kolumne beschreibt Schley aktuelle Chancen und Risiken indirekter Immobilieninvestments in Asien und zeigt auf, wie Anleger auch in Zukunft von den Immobilienmärkten in dieser wachstumsstarken Region profitieren können.

    Schley ist der Meinung, dass Investoren durch Vernachlässigung der Regionen Asien/Pazifik in ihrem Immobilienportfolio klare Ertragschancen verschenken. Private wie institutionelle Anleger partizipierten bislang jedoch kaum an den Chancen, denn Asien sei in den Depots deutscher Anleger deutlich unterrepräsentiert. Folge man dem Benchmark- Gedanken, so müsste der „neutrale“ Anteil von Asien/Pazifik an einem globalen Immobilienportfolio derzeit zwischen etwa 25 und 30 Prozent liegen. Dies dürfte kaum ein hiesiger Anleger erreichen. Die systematische Unterallokation würde sich in Zukunft sogar noch vergrößern, da der Anteil von Asien/Pazifik – das enorme Wachstumspotenzial der Region reflektierend – in den nächsten 20 Jahren in Richtung 40 bis 50 Prozent des globalen Immobilienbestandes steigen werde.

    Fundamentaldaten intakt: Was Asien/Pazifik angehe, so sind die Korrekturen der Wachstumsprognosen seit Mitte letzten Jahres geringer ausgefallen als in den anderen Regionen, schreibt Schley weiter. Aus diesem Blickwinkel hat sich laut dem Experte die relative Attraktivität der Region Asien also eher verbessert. Zwar sei mit einer – teilweise wirtschaftspolitisch gewollten – Abkühlung der Konjunktur zu rechnen, jedoch keineswegs mit einem ausgewachsenen Konjunktureinbruch. Das erwartete Wirtschaftswachstum für 2012/13 von etwa 6 Prozent liege im langfristigen Durchschnitt und im Vergleich der Regionen weist Asien/Pazifik nach wie vor die weltweit höchste Wachstumsdynamik auf. Damit bleibe das Fundament für die langfristige „Asien-Story“ intakt, so der SEB-Stratege.

    Globalisierung, Bevölkerungswachstum und Urbanisierung sowie die Zunahme von Einkommen und Wohlstand behalten ihre Relevanz für die Entwicklung der dortigen Immobilienmärkte. „Hiervon werden alle Nutzungsarten profitieren, seien es gewerbliche wie Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien oder Wohnimmobilien. Ähnlich wie die Konjunkturperspektiven haben sich auch die regionalen Performanceerwartungen für die Immobilienmärkte kaum verschoben“ so Schley.

    Sein Resümee: „Wir konzentrieren uns auf die ostasiatischen Märkte in Japan, Südkorea, China und Singapur. In Singapur ist zwar temporär mit Miet- und Preiskorrekturen zu rechnen, da der Markt als Finanzzentrum und Exportnation stark den globalen Entwicklungen ausgesetzt ist. Die dortigen Büro-, Einzelhandels- und Logistikimmobilien bleiben aber langfristig attraktiv und sollten 2012 bereits wieder günstige Einstiegsmöglichkeiten bieten. Etwas mehr Vorsicht ist bei Wohnimmobilien in China geboten, da die politischen Risiken hier zugenommen haben. In Südkorea ist im Bürobereich ebenfalls teilweise eine Überbauung anzutreffen, wegen hoher Bestandsüberalterung ergeben sich jedoch attraktive Investitionschancen im Bereich Modernisierung oder Sanierung“.

     

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