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    ILO: Weltweite Arbeitslosigkeit könnte 2013 neuen Rekordstand erreichen

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    New York (BoerseGo.de) - Nach der Einschätzung des Chefs der Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO), Ekkehard Ernst, könnte die Arbeitslosigkeit weltweit in diesem Jahr auf ein neues Rekordhoch klettern und bis zum Jahr 2017 weiter ansteigen. Bisher markierte das Jahr 2009 die höchste Arbeitslosigkeit mit weltweit 198 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. Nach den Prognosen der ILO könnte die Arbeitslosigkeit weltweit im Jahr 2013 um 5,1 Millionen auf 202 Millionen ansteigen, was eine neue Rekordmarke bedeuten würde. Laut der Prognose der ILO werde die Arbeitslosigkeit bis zum Jahre 2014 die Marke von 205 Millionen erreichen. "Die Arbeitslosigkeit bleibt so düster wie sie im Jahre 2009 während der Krise war" ,so Ernst. Während die Krise ihren Ursprung in den Industriestaaten hatte, stellt die ILO nunmehr fest, dass 75 Prozent der im Jahre 2012 neu hinzugekommenen Arbeitslosen von Regionen außerhalb kommen, wobei Ostasien, Südasien und die Sub-Sahara-Region in Afrika am stärksten betroffen seien. Dies wird dem Ansteckungseffekt des schwachen Wachstums in den Industrieländern zugeschrieben, insbesondere aber auch der Rezession in Europa.

    Der Hauptübertragungsmechanismus der weltweiten Ansteckung beruht auf dem internationalen Handel, doch haben Regionen wie Lateinamerika und die Karibik ebenfalls unter der angestiegenen Volatilität der internationalen Finanzströme gelitten. Ein weiterer Grund wird in der Inkohärenz zwischen Geld- und Fiskalpolitik gesehen und dem Stückwerk bei der Behandlung des Finanzsektors und der Staatsschulden, insbesondere in der Eurozone. Die Entschlusslosigkeit der Politiker in verschiedenen Ländern hat zu Unsicherheit über die zukünftigen Bedingungen geführt und die Tendenz der Unternehmen verstärkt, ihre Cashbestände zu erhöhen oder Dividenden zu zahlen, statt ihre Kapazität zu erweitern und neue Arbeiter einzustellen. Ernst fügt hinzu, dass die Arbeitsmärkte hinter anderen wirtschaftlichen Indikatoren zurückbleiben können, was letztlich bedeutet, dass die jüngsten Aufwärtsbewegungen in der Weltwirtschaft keine Entsprechung finden könnten.

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