New York (BoerseGo.de) - Laut dem Weblog "Bronte Capital" ist das Herbalife-Engagement von Bill Ackman mit der Schlacht um Stalingrad zu vergleichen. Der Gewinner dieser Schlacht werde aber seinen Sieg nicht wirklich genießen können.
Der bei dem Unternehmen short positionierte Hedgefondsmanager Bill Ackman hat dem Konzern vorgeworfen, ein illegales Pyramidensystem zu betreiben, woraufhin die Aktie den Tiefflug angetreten hat. Alleine seit Mitte Dezember verlor der Kurs ausgehend von 46 US-Dollar in der Spitze fast 50 Prozent.
Herbalife vertreibt Nahrungsergänzungsmittel. Das Vertriebssystem besteht aus weltweit mehr als 2,2 Millionen selbstständigen Beratern. Das Vertriebssystem basiert unter anderem darauf, dass Kunden selbst Verkäufer für die Produkte werden.
Kritiker werfen Ackman vor, dass er in erster Linie an seinen eigenen Profiten interessiert war, woraufhin er mittlerweile mitgeteilt hat, dass er keine Gewinnabsichten mit seinen Shortpositionen hat und die Profite für wohltätige Zwecke spenden will.
Laut Brendan Conway von Barron`s hat Ackman 20 Millionen Aktien von Herbalife leer verkauft, was fast dem gesamten Short-Interest von rund 24 Millionen Aktien entspricht. Dies bedeutet, dass Ackman fast alle Shortpositionen auf sich vereinigt.
Laut Bronte Capital liegt das persönliche Kursziel von Bill Ackman für Herbalife bei 0,00 US-Dollar. Der Umfang der massiven Short-Position lasse nur den Schluss zu, dass Ackman das Unternehmen vernichten will, so der martialische Wortlaut des Weblog.

