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    Hauptanteilseigner prüfen weitere Hilfen für die HSH Nordbank

    Hamburg (dapd-nrd). Die Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein arbeiten an Wegen zur Stabilisierung der angeschlagenen HSH Nordbank. Eine Option sei die Erhöhung der staatlichen Garantien, sagte der Sprecher des Kieler Finanzministeriums, Sebastian Schaffer, am Samstag. "Das prüfen wir."

    Laut dem Nachrichtenmagazin "Focus" planen beide Länder die Erhöhung der staatlichen Garantien von sieben auf zehn Milliarden Euro. Weil die EU-Kommission aber zustimmen muss, sollen möglichst rasch Gespräche auf Arbeitsebene beginnen. Ministeriumssprecher Schaffer wies aber zurück, dass Optionen wie die Hilfe privater Geldgeber mittlerweile nicht mehr erörtert würden.

    "Der Vorstand hat im dritten Quartal 2012 Maßnahmen identifiziert, um die harte Kernkapitalquote von aktuell 9,4 Prozent zu stärken", sagte Banksprecher Rune Hoffmann am Samstag auf dapd-Anfrage. Deren Umsetzung habe bereits begonnen. Zudem prüfe die Bank weitere Schritte, um dauerhaft angemessen Kapitalquoten vorweisen zu können.

    "Eine Aufstockung der Zweitverlustgarantie auf das ursprünglich von der EU genehmigte Niveau wäre dabei eine sehr wirkungsvolle Maßnahme", sagte Hoffman. Die Bank begrüße die Bereitschaft der Länder, "die Kapitalquote der Bank, wenn nötig, durch eine Garantieerhöhung zu stärken".

    Vor allem der starke US-Dollar und der schwache Schifffahrtsmarkt setzen der HSH Nordbank aktuell zu. Sie galt lange als größter Schiffsfinanzierer der Welt. Jetzt können immer mehr Reeder ihre Kredite nicht bezahlen, weil sie im harten Wettbewerb bei niedrigen Frachtraten kein Geld verdienen. Immer mehr Schiffsfinanzierungen vor allem in Deutschland fliegen deshalb auseinander.

    Für den Zeitraum Januar bis September meldete die Bank ein Minus von 25 Millionen Euro. Erst vor einem Monat hatte die Bank angekündigt, die beiden Eigentümerländer müssten wegen drohender Verluste bei Schiffskrediten bis zum Jahr 2025 wohl 1,3 Milliarden Euro Garantiezahlungen leisten.

    Nach Verlusten in Milliardenhöhe hatten Hamburg und Schleswig-Holstein die Bank 2009 durch eine Kapitalspritze von drei Milliarden Euro sowie Garantien über zehn Milliarden Euro gerettet. Die EU genehmigte den Schritt nach einem Beihilfeverfahren unter Auflagen. Seitdem wurde die Garantiesumme um drei Milliarden Euro verringert.

    dapd

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