New York (BoerseGo.de) - Nach der Einschätzung der Experten von Goldman Sachs könnte der S&P 500 bis zum Jahresende um weitere acht Prozent korrigieren. Seit den Indexhöchstständen vom September hat der S&P 500 bereits um sieben Prozent eingebüßt. "Die Unsicherheit bezüglich der Fiskalklippe und die damit im Zusammenhang zum Jahresende drohenden Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen, eine für das Jahr 2013 im Raum stehende Erhöhung der Kapitalertragssteuer und die Anhebung der Schuldenobergrenze bis Ende Februar bedeutet für den Markt kurzfristig ein klares Abwärtsrisiko", so die Experten. Sie rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent, dass das Problem der "Fiskalklippe" bis zum Ende des Jahres gelöst werden kann. Am Sonntag zeigte sich US-Präsident Barack Obama optimistisch, dass eine Einigung mit dem US-Kongress erzielt werden könne.
Mittelfristig rechnen die Experten von Goldman Sachs jedoch mit einem weiteren Anstiegs des S&P 500. Bis Ende des Jahres 2013 erwarten sie einen Anstieg auf 1.575 Punkte, was einem Zuwachs gegenüber dem aktuellen Stand von 16 Prozent entsprechen würde. "Kurzfristig bestehen für den S&P politische Risiken, langfristig gibt es jedoch politische Unterstützung. Obwohl wir davon ausgehen, dass der S&P 500 kurzfristig weiteres Abwärtspotential hat, sollten langfristig orientierte Fondsmanager ihren Aktienanteil erhöhen", so die Experten. Im letzten Jahr brach der S&P 500 im Zeitraum vom 25. Juli und 8. August (letzte Frist zur Erhöhung der US-Schuldengrenze) um 17 Prozent ein, was zu attraktiven Kaufgelegenheiten geführt hatte.



