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    Goldman Sachs O'Neill: Eurozone hat Überlebensfrist von maximal zwei Jahren

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    New York (BoerseGo.de) - Nach Einschätzung von Jim O'Neill, dem Chef der Vermögensverwaltung von Goldman Sachs, hat die Schuldenkrise in der Eurozone ein kritisches Stadium erreicht und nur begrenzte Zeit zur Findung einer Lösung gelassen. "In der gegenwärtigen Form hat die Eurozone nach meiner Meinung maximal noch eine Zweit von zwei Jahren zum Überleben, wobei diese Zeit in Wirklichkeit wahrscheinlich weit geringer ist. Die Refinanzierungskosten für Spanien und Italien haben sich mit solcher Geschwindigkeit entwickelt, dass ich nicht so recht sehe, wie wir ohne ernsthafte Folgen durch den Sommer kommen können", so O'Neill. Er fügte hinzu, dass die gesamte Europäische Währungsunion langsam ihre Funktionsfähigkeit verliere, dass aber die Politiker dabei versagten, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen. "So wie die Europäische Währungsunion geschaffen worden ist, funktioniert sie nicht. Es muss entweder so etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa geben oder auch nicht, aber man muss sich für die Richtung entscheiden. Insbesondere nach dem starken Anstieg der Renditen für spanische Staatsanleihen ist die nunmehr herrschende Unsicherheit an den Märkten unvermeidlich. Die Verantwortlichen müssen sich etwas anderes einfallen lassen.

    Mit Sicherheit kann es mit dem Anstieg der Renditen für spanische und italienische Staatsanleihen in der gegenwärtigen Weise nicht weitergehen. Dies würde nicht nur ernsthafte Herausforderungen für die Existenz der Europäischen Währungsunion darstellen, es hätte auch Konsequenzen weit darüber hinaus", so die Warnung von O'Neill. Er sagte, dass die Politiker zur Lösung der Schuldenkrise sich für "Vereinigte Staaten von Europa" entscheiden müssten. "Wenn alle 17 Führer der Eurozone zusammenkommen und sich möglich schnell für zukünftige Eurobonds aussprechen würden, dann wäre das der Beginn einer weiteichenden Lösung". Gleichzeitig räumte er aber ein, dass ein solches Vorgehen unwahrscheinlich sei und dass sich die Politiker eher für ihr übliches Verhalten entscheiden werden, sich "durchzuwursteln", wobei sie dann sagen, dass ihre bisherigen Maßnahmen nicht gut genug gewesen seien.

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