New York (BoerseGo.de) - Die von Bloomberg befragten Analysten und Händler sind für den Goldmarkt derzeit anhaltend bullisch gestimmt. Insbesondere die Wiederwahl von Barack Obama stimmt die Experten bullisch, da der Herausforderer Mitt Romney vermutlich eine etwas weniger expansive Geldpolitik bevorzugt hätte. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um 11 Prozent zugelegt.
Fünfundzwanzig der 33 befragten Analysten glauben, dass das Metall in der kommenden Handelswoche ein Kursplus erzielen wird. Fünf Experten sind neutral eingestellt. Bären gibt es kaum noch. Nur drei Händler haben Verluste auf der Rechnung. Die Bullenquote liegt somit bei 75,7 Prozent. Zum Bärenlager gehören nur 9 Prozent der Experten.
Die von Bloomberg erfassten Gold-ETFs haben am Donnerstag ein neues Allzeithoch beim Bestand erklommen. Der Bestand erreichte 2.596 metrische Tonnen, was in etwa der kompletten Jahresminenproduktion entspricht. Der Wert beläuft sich damit auf etwa 144,9 Milliarden US-Dollar.
"Obama ist ein Befürworter der expansiven Geldpolitik von Ben Bernanke. Unter Romney wäre ein Wechsel bei der Fed-Führung wahrscheinlicher gewesen als unter Obama. Vermutlich wird die extrem lockere Geldpolitik weiter fortgeführt werden“, zitierte Bloomberg Daniel Briesemann, Rohstoff-Analyst bei der Commerzbank.

