Gewinnmitnahmen drücken Dax

ftd
, Dienstag, 24. November 2009, um 9:23 CET

Der Dax büßte 0,8 % auf 5752 Zähler ein. Der europäische Auswahlindex Stoxx 50 sank um 0,9 %. Der Pariser CAC 40 verlor 1 %, der Londoner FTSE 100 gab um 0,8 % nach.

Die Investoren hielten sich nach der Vortagesrally zunächst zurück und sicherten ihre Gewinne. Für frische Impulse könnte am Vormittag der Ifo-Geschäftsklimaindex sorgen, der um 10 Uhr veröffentlicht wird. Am Nachmittag folgt das US-Verbrauchervertrauen für November. Daneben werden in Washington die zweite Schätzung zum BIP-Wachstum im dritten Quartal und neue Daten vom Immobilienmarkt (Case/Shiller-Index) veröffentlicht.

Nachdem Banken am Montag noch ganz oben auf den Kauflisten standen, führten sie zum Handelsstart die Listen der Verkaufszettel an. Im Dax büßten Commerzbank und Deutsche Bank 1,3 und 1,9 % ein. Auf europäischem Parkett verloren Credit Suisse , ING , BNP Paribas und UBS zwischen 1,4 und 2,2 %. Für Stahlwerte ging es ebenfalls geschlossen abwärts: Salzgitter , ThyssenKrupp und ArcelorMittal sanken zwischen 1,2 und 1,7 %.

Am Tag nach dem überraschenden Rücktritt von MAN -Chef Hakan Samuelsson hielt sich das Papier besser als der Gesamtmarkt und verlor 0,6 %. Einige Analysten bekräftigten ihre Einschätzungen zum Papier: Die Analysten der Bank of America/Merrill Lynch bestätigten ihre Kaufempfehlung, die Experten der Deutschen Bank behielten ihre Anlageempfehlung "Hold " bei. Sie sehen den Abschied Samuelssons negativ und begründen das mit seiner "eindrucksvollen betrieblichen Bilanz". Asien setzt bei Rally aus Die Börsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend im Minus notiert. Der Nikkei schloss in Tokio 1 % tiefer bei 9401 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit vier Monaten. Der Topix gab 1,1 % auf 829 Zähler nach. Anders als die Märkte in Europa und an der Wall Street ignorierten die Anleger positive Daten aus den USA zu Hausverkäufen und nahmen sich stattdessen eine Verschnaufpause. Auf den Verkaufszetteln der Händler standen Bankentitel ganz oben. Viele Investoren fürchten, dass sich weitere Finanzfirmen am Kapitalmarkt Geld beschaffen müssen. Auf den Exportwerten lastete zudem der stärkere Yen. So gaben etwa die Aktien von Sony 1,9 % nach, die des Autobauers Toyota 1,7 %. Auch die Märkte in Hongkong, Australien, Südkorea und Singapur und Shanghai verzeichneten Verluste. Taiwan notierte dagegen höher.

An der Wall Street hatte der Dow Jones zuvor bei plus 1,3 % geschlossen, der S&P 500 lag 1,4 % höher, der Nasdaq-Composite stieg ebenfalls um 1,4 %. Konjunktur Uhrzeit Ereignis Prognose vorheriger Wert 10:00 DE: ifo Geschäftsklima, November 92,5 Punkte 91,9 Punkte 10:00 DE: ifo Geschäftslage / -erwartungen, November 88,0 / 97,2 Punkte 87,3 / 96,8 Punkte 11:00 EU: Auftragseingang Industrie, September 0,8% 2,2% 14:30 USA: BIP Q3, 2. Veröffentlichung 3,0% 3,5% 15:00 USA: Case-Shiller-Hauspreisindex, September minus 9,2% minus 11,3% 16:00 USA: Verbrauchervertrauen Conference Board, November 47,0 Punkte 47,7 Punkte 16:00 FHFA Hauspreisindex, September 0,2% minus 0,3%