Gespräche zwischen WestLB und SoFFin über Hilfen dauern an

ddp
Montag, 23. November 2009, um 18:48 CET

Berlin/Düsseldorf (ddp) Die Gespräche der Westdeutschen Landesbank (WestLB) und ihrer Eigner mit dem staatlichen Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin über mögliche Hilfen dauern nach Angaben des Bundesfinanzministeriums an. «Die Gespräche laufen aktuell noch», sagte ein Sprecher des Ministeriums am Montag in Berlin. Wann sie abgeschlossen würden, könne er «relativ schwer beurteilen». Regierungssprecher Ulrich Wilhelm betonte zugleich, der Vorgang sei «in der Sache komplex». Die Gespräche würden «konzentriert geführt».

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Heinrich Haasis, sieht derweil in der Frage nach Eigenkapitalhilfen für die WestLB wenig Spielraum für Unterstützung «Uns braucht niemand an unsere Verantwortung als Miteigentümer zu erinnern», sagte Haasis dem «Handelsblatt» (Dienstagausgabe). «Die Grenzen für Unterstützungsmaßnahmen liegen aber immer in der Leistungsfähigkeit der Sparkassen gegenüber ihren eigenen Kunden», sagte Haasis. Schließlich werde zur gleichen Zeit von ihnen erwartet, weiterhin in hohem Maße Kredite zu vergeben, um die Wirtschaft aus der Krise zu bringen.

Zugleich verwies Haasis auf die systemische Bankkrise «In einer solchen Situation kann es nicht so laufen, dass überall auf der Welt private Banken vom Staat gerettet werden und Landesbanken von den deutschen Sparkassen», betonte er.

Derzeit drängt der Finanzmarktstabilisierungsfonds SoFFin die Sparkassen, mehr Verantwortung zu übernehmen Nur dann sei ein staatlicher Einstieg bei der WestLB vertretbar, heißt es laut Zeitung in Regierungskreisen.

(ddp)