Flaue Stimmung trotz Ifo-Index

ftd
, Dienstag, 24. November 2009, um 10:49 CET

Der Dax büßte 0,8 % auf 5752 Zähler ein. Der europäische Auswahlindex Stoxx 50 sank um 1 %. Der Pariser CAC 40 verlor 0,9 %, der Londoner FTSE 100 gab um 0,6 % nach.

Die Investoren hielten sich nach der Vortagesrally zurück und sicherten ihre Gewinne. Daran änderte auch die unerwartet starke Aufhellung des Ifo-Geschäftsklimaindizes in Deutschland nichts. Das Konjunkturbarometer legte von 91,9 auf 93,9 Punkte zu.

Für frische Impulse könnte am Nachmittag das US-Verbrauchervertrauen für November sorgen. Daneben werden in Washington die zweite Schätzung zum BIP-Wachstum im dritten Quartal und der neue Case/Shiller-Index zum Immobilienmarkt veröffentlicht.

Nachdem Banken am Montag noch ganz oben auf den Kauflisten standen, führten sie am Dienstag die Listen der Verkaufszettel an. Im Dax büßten Commerzbank und Deutsche Bank 2,1 und 1,5 % ein. Auf europäischem Parkett verloren Credit Suisse , Société Générale , BNP Paribas und UBS zwischen 1,6 und 3,3 %. Im Branchenvergleich des Stoxx 600 liegen Banken mit einem Minus von 1,6 % ganz hinten. Carrefour sticht hervor Am Tag nach dem überraschenden Rücktritt von MAN -Chef Hakan Samuelsson knickte das Papier ein und belegte mit einem Abschlag von 3,2 % den letzten Platz im Dax. Einige Analysten bekräftigten ihre Einschätzungen zum Papier: Die Analysten der Bank of America/Merrill Lynch bestätigten ihre Kaufempfehlung, die Experten der Deutschen Bank behielten ihre Anlageempfehlung "Hold " bei. Sie sehen den Abschied Samuelssons negativ und begründen das mit seiner "eindrucksvollen betrieblichen Bilanz".

Auf europäischem Parkett hielt sich lediglich der Einzelhandelssektor des Stoxx 600 knapp im Plus. Angeführt wurden die Gewinner von Carrefour -Titeln, die sich um 3,5 % verteuerten. Die Analysten von JP Morgan hatten empfohlen, das Papier des französischen Konzerns überzugewichten. Der deutsche Konkurrent Metro rettete ein Plus von 0,3 % und zählte zu den wenigen Dax-Gewinnern. Asien setzt bei Rally aus Die Börsen in Fernost haben am Dienstag überwiegend im Minus notiert. Der Nikkei schloss in Tokio 1 % tiefer bei 9401 Punkten und damit auf dem tiefsten Stand seit vier Monaten. Der Topix gab 1,1 % auf 829 Zähler nach. Anders als die Märkte in Europa und an der Wall Street ignorierten die Anleger positive Daten aus den USA zu Hausverkäufen und nahmen stattdessen eine Verschnaufpause.

Auf den Verkaufszetteln der Händler standen Bankentitel ganz oben. Viele Investoren fürchten, dass sich weitere Finanzfirmen am Kapitalmarkt Geld beschaffen müssen. Auf den Exportwerten lastete zudem der stärkere Yen . So gaben etwa die Aktien von Sony 1,9 % nach, die des Autobauers Toyota 1,7 %. Auch die Märkte in Hongkong, Australien, Südkorea und Singapur und Schanghai verzeichneten Verluste. Taiwan notierte dagegen höher.

An der Wall Street hatte der Dow Jones zuvor bei plus 1,3 % geschlossen, der S&P 500 lag 1,4 % höher, der Nasdaq-Composite stieg ebenfalls um 1,4 %. Konjunktur Uhrzeit Ereignis Prognose vorheriger Wert 11:00 EU: Auftragseingang Industrie, September 0,8% 2,2% 14:30 USA: BIP Q3, 2. Veröffentlichung 3,0% 3,5% 15:00 USA: Case-Shiller-Hauspreisindex, September minus 9,2% minus 11,3% 16:00 USA: Verbrauchervertrauen Conference Board, November 47,0 Punkte 47,7 Punkte 16:00 FHFA Hauspreisindex, September 0,2% minus 0,3%