Washington (BoerseGo.de) - Wie aus dem Protokoll der letzten Sitzung des Offenmartkausschusses der US-Notenbank Fed hervorgeht, sind die Fed-Mitglieder früher als ursprünglich näher an einer Umgestaltung der Prognose der Fed zu der Frage, welche wirtschaftlichen Bedingungen vorliegen müssen, ehe der Leitzins zum ersten Mal seit der Finanzkrise angehoben werden soll. Weiter zeigt es, dass 19 Mitglieder bei der Prognose generell den Gebrauch von wirtschaftlichen Variablen bevorzugen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt verlässt sich die Fed auf die heutigen Daten mit der Erwartung, den Leitzins bis zum Mitte des Jahres 2015 nahe null zu lassen.
Die neue Herangehensweise wäre eine Variante des von Charles Evans, dem Präsident der Federal Reserve von Chicago, vorgelegten Planes, mit welchem er von der Fed die Ankündigung wünscht, den Leitzins so lange niedrig zu halten, bis die Arbeitslosenquote unter 7,0 Prozent fällt und solange die Inflation unter 3,0 Prozent bleibt. Das Protokoll weist weiter aus, dass zunächst eine Reihe von praktischen Problemen gelöst werden muss, bevor sich die Fed-Mitglieder entscheiden, solche ökonomischen Zielvorgaben zu verwenden. Weiter ist eine Reihe von Mitgliedern der Ansicht, dass die Fed wahrscheinlich mehr Vermögenswerte wird ankaufen müssen, sobald das Anleihetauschprogramm "Operation Twist" im Dezember ausläuft. Die Mitglieder konnten sich nicht auf einen einstimmigen wirtschaftlichen Ausblick einigen.



