Washington (dapd). Ermittlungen und Klagen zum verpatzten Facebook-Börsengang nehmen zu, die Aktien des Internetunternehmens notieren an Wall Street aber inzwischen fester. Am Mittwoch kletterte die Facebook-Aktie bis zum Börsenschluss um einen auf 32 Dollar, was aber immer noch über 14 Prozent unter dem Ausgabekurs vom Freitag lag. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag ging es um einen weiteren halben Dollar aufwärts, 32,50 Dollar wurden erreicht.
Mehrere Investoren, die Facebook-Aktion kauften, reichten inzwischen Klage ein. Ihr Vorwurf: Die Banken, die den Börsengang organisierten, hätten nur einem ausgewählten Kundenkreis wichtige Informationen über die Geschäftsaussichten Facebooks zukommen lassen. In einer bei einem US-Bezirksgericht in New York (Frankfurt: A0DKRK - Nachrichten) eingereichten Klage hieß es, es seien unwahre Erklärungen abgegeben und wichtige Fakten über eine "erhebliche Reduktion des Wachstums" ausgelassen worden. Die drei Kläger, die am Freitag Facebook-Aktien kauften, sagen, sie seien so geschädigt worden.
Die federführende Bank, Morgan Stanley (EUREX: DWDF.EX - Nachrichten) , wollte sich nicht zu der Klage äußern. Facebook erklärte, die Klage sei unbegründet. Eine ähnliche Klage wurde bei einem kalifornischen Gericht in San Mateo eingereicht.
Neben der Finanzaufsicht befassen sich inzwischen auch zwei Kongressausschüsse mit dem Facebook-Vorgang. Der Vorsitzende des für Bankangelegenheiten zuständigem Senatsausschuss, Tim Johnson, sagte am Mittwoch, das Gremium wolle mehr über den Börsengang erfahren. Man (Other OTC: MAGOF.PK - Nachrichten) werde sich um Gespräche mit Facebook-Vertretern, Aufsichtsbehörden und anderen Parteien bemühen. Nach den Gesprächen werde er darüber entscheiden, ob es eine Anhörung geben sollte, sagte Johnson. Wie am Mittwoch ebenfalls bekannt wurde, will sich auch der für Finanzdienstleistungen zuständige Ausschuss im US-Repräsentantenhaus mit der Angelegenheit auseinandersetzen.
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