Frankfurt (BoerseGo.de) - Nach der Überzeugung von EZB-Präsident Mario Draghi zeigt der Einsatz von Politik und Notenbank gegen die Staatsschuldenkrise im Euroraum Erfolge. "Die dunkelsten Wolken über dem Euroraum haben sich verzogen.
Wir können 2013 mit mehr Zuversicht beginnen, gerade weil im vergangenen Jahr
viel erreicht wurde", so der EZB-Präsident. Sein Optimismus beruhe zum Großteil auf den Fortschritten, die Regierungen, Parlamente, die EU und die EZB im vergangenen Jahr 2012 erreicht hätten. "Sie basiert aber auch ganz entscheidend auf der Erwartung, dass die Fortschritte anhalten werden." Draghi sieht die Krisenländer auf Kurs, den eingeschlagenen Weg der tiefgreifenden Reformen weiter zu verfolgen. Der Abbau von Ungleichgewichten sei zwar ein schmerzhafter Vorgang, es führe jedoch kein Weg daran vorbei. "Nur so würden die Länder auf den Pfad zu nachhaltigen öffentlichen Finanzen und solidem Wachstum zurückfinden" ,so Draghi.
Der wichtigste Schritt sei die Einsicht der Staats- und Regierungschefs gewesen, dass eine Währungsunion durch eine Finanz-, Fiskal- und eine wahrhafte Wirtschaftsunion sowie durch eine tiefer greifende politische Union ergänzt werden müsse. Auch die EZB habe ihren Beitrag zum Abflauen der Krise geleistet, so Draghi. "Die EZB hat gezeigt, dass sie im Rahmen ihres Mandats alles tun werde, um die Stabilität des Euro zu wahren. Nur eine Währung, deren Zukunft nicht in Zweifel steht, kann stabil sein." Gleichzeitig trat er Sorgen entgegen, wonach die EZB-Politik die Inflation anheizen könne. "Angesichts der derzeitigen und erwarteten Inflationsraten gibt es schlicht und ergreifend keine Anzeichen für eine Abweichung vom Preisstabilitätsziel. Derartige Bedenken sind gänzlich unbegründet," so Draghi.



