New York (BoerseGo.de) - Nach einer jüngsten Umfrage unter Wirtschaftsprognostikern werden die Haushaltseinschnitte und die Aussicht auf unschöne politische Auseinandersetzungen über die Fiskalpolitik wahrscheinlich dieses Jahr die US-Wirtschaft belasten und das Wachstum auf einem mäßigen Zuwachs von 2,4 Prozent halten. Der ökonomen-Verband National Association for Business Economics erklärt, dass mehr als 95 Prozent der befragten Volkswirte glauben, dass die Maßnahmen der Fiskalpolitik und die dazu gehörenden Besorgnisse Einschnitte bei Bruttoinlandsprodukt zur Folge haben werden. Mehr als die Hälfte der Befragten waren der Ansicht, dass die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fiskalpolitik das Wirtschaftswachstum um weniger als einen halben Prozentpunkt nach unten ziehen würde, während fast ein Drittel diese Einschnitte zwischen einem halben und einem ganzen Prozentpunkt sieht. Nur etwa ein Drittel der Befragten meint, dass die Auswirkungen noch größer sein könnten. Die Regierung sieht sich einer Reihe von bedeutenden Entscheidungen in der Haushaltspolitik gegenüber. Am ersten März wird es zu automatischen Haushaltskürzungen in Höhe von 85 Milliarden Dollar kommen, falls der Kongress nicht noch anderweitig tätig wird. Zum Monatsende wird die gesetzliche Grundlage, die die Ausgaben der Regierung ermöglicht, auslaufen. Eine andere gesetzliche Grundlage, welche der Regierung zur Begleichung von Rechnungsposten die Erhöhung ihrer Schulden erlaubt, läuft am 19. Mai aus. Etwa 60 Prozent der befragten Volkswirte erwarten, dass die automatischen Haushaltskürzungen wie geplant - entweder in vollem Umfang oder teilweise - eingreifen werden. Mehr als ein Viertel hegt die Erwartung, dass die Maßnahmen verschoben werden. Nur etwa 13 Prozent der Befragten vertraten die Meinung, dass von den Maßnahmen insgesamt abgesehen werde.
Das Anziehen der Fiskalpolitik sollte das staatliche Defizit in diesem Jahr auf 900 Milliarden Dollar und im Jahr 2014 auf 761 Milliarden Dollar schrumpfen lassen, nachdem es im letzten Jahr noch bei 1,09 Billionen Dollar gelegen hatte. Während von der Verschärfung der Fiskalpolitik erwartet wird, dass sie die Wirtschaft auf schleppendem Wachstumskurs hält, sollte die Arbeitslosenrate, die im Januar bei 7,9 Prozent stand, langsam zurückgehen. Die befragten Volkswirte sehen die durchschnittliche Arbeitslosenrate in diesem Jahr bei 7,7 Prozent und erwarten im Jahr 2014 ein weiteres Absinken auf 7,2 Prozent. Dies wäre der niedrigste Stand seit der Amtsübernahme von US-Präsident Obama im Jahr 2009. Während das Wachstum der Verbraucherausgaben auf dem letztjährigen Niveau von 1,9 Prozent gesehen wird, erwarten die Experten für das Jahr 2014 eine Steigerung auf 2,4 Prozent. Der Ausblick für den US-Häusermarkt war ebenfalls positiv, wobei Verbesserungen bei Neubauten und Hauspreisen erwartet werden.

