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    Experten: Grund für Aktienrally stärkere Wirtschaft, nicht Fed

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    New York (BoerseGo.de) - Bei der Rally der US-Aktienmärkte auf ein 5-Jahreshoch handelt es sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern nicht um ein zuckersüßes Geschenk der US-Notenbank Fed, sondern um das Ergebnis der wiedergewonnen Stärke der US-Wirtschaft. Nach den Worten von James Paulsen von Wells Capital Management handelt es sich um einen durch das Wachstum der Wirtschaft fundamental angetriebenen Anstieg des Aktienmarktes. Sein Kollege Richard Bernstein von Bernstein Advisors stimmt dem zu mit der Ansicht, dass die Wirtschaft zwar in einem absoluten Sinne nicht stark dastehe, dass sie sich aber kontinuierlich verbessere und das dies der Grund für den Anstieg des Aktienmarkts sei. Es gäbe auch nicht viel Grund für die Annahme, dass sich dies ändern werde. Trotz des Anstiegs vom Freitag ist der S&P 500 noch sechs Prozent von seinem Allzeitschlusshoch vom 9.Oktober 2007 entfernt. Auch der Dow ist noch fünf Prozent von seinem Allzeithoch vom gleichen Tage entfernt. Es gibt eine Reihe von Antriebskräften, welche die Aktien zu neuen Höchstkursen führen können.

    Das gleiche gilt für Gründe, welche die Rally aus der Spur bringen können wie etwa die politischen Schlachten über die Schuldenobergrenze der USA oder andere Haushaltsfragen. Paulsen meint, dass das Gezänk in Washington weniger Einfluss auf die Fortentwickelung des Marktes haben werde. Nach Paulsons Beobachtung sind einigen der Untergangsprophezeihungen die Zähne gezogen worden. Auf die Frage der Schuldenobergrenze würden die Märkte weniger stark reagieren als auf das Thema der Fiskalklippe. Während Paulson der Meinung ist, dass die gegenwärtige Marktrally nicht alleine durch die Fed angetrieben wird, so glaubt er doch, dass im Verlauf des späteren Jahres auf der Geldpolitik das Hauptaugenmerk liegen werde. Bernstein vertritt die Ansicht, dass auch bei einer Verbesserung der Wirtschaft und einer daraus folgenden Verschärfung der Geldpolitik durch die Fed die Aktienrally noch weitergehen könne. "In jedem Zyklus gibt es einen Punkt, an welchem die Fed mit dem Anziehen der Zügel beginnt. Dies bedeutet aber im allgemeinen nicht das Ende eines Bullenmarktes. Das Ende eines Bullenmarktes kommt erst dann, wenn die Fed die Zügel allzu sehr anzieht. Davon sind wir gegenwärtig noch Jahre entfernt", so Bernstein.

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