New York (BoerseGo.de) - Unabhängig davon, ob es zu den automatischen Ausgabenkürzungen bei den Saatsausgaben kommen wird oder nicht, wird nach Ansicht von Robert Luna von SureVest Capital Management Geld in diesem Jahr weiter in den Aktienmarkt fließen. Der Experte räumt ein, dass der schnelle Zufluss von Geld in den Aktienmarkt bereits Grund zur Sorge geben könne, ganz unabhängig davon, ob die automatischen Ausgabenkürzungen zum 1.März 2013 wirksam werden. Andere gute Optionen seien allerdings rar. "Januar war ein herausragender Monat für den S&P 500, so dass auch ohne die automatischen Ausgabenkürzungen der Markt ein wenig verwundbar sein könne. Wir müssen aber das Geld der Leute dort anlegen, wo es Gewinn bringt. Auf seinem Cash zu sitzen, ist dafür keine Lösung. Was Staatsanleihen betrifft, so war bereits zu beobachten, dass dabei Geld in diesem Jahr verloren wird. Daher muss das Geld in die Anlage von Aktien zurückfließen", so der Experte. Eine etwas vorsichtigere Sicht wird von Michael Farr, dem Präsident der Investmentfirma Farr, Miller und Washington, eingenommen. Dieser sieht bei den durch die Ausgabenkürzungen bedingten Einschnitten in Höhe von einer Billion US-Dollar im Zeitraum des nächsten Jahrzehnts einen Markteinbruch von zehn Prozent, welcher schnell kommen könne.
Auch Luna sieht die Möglichkeit einer Marktkorrektur, die vielleicht im Bereich von fünf Prozent liege. "Wenn man aufgrund der automatischen Ausgabenkürzungen einen Ausverkauf sieht, dann muss man zu diesem Zeitpunkt bei Aktien nachkaufen", so Luna. Wird es tatsächlich zu den automatischen Ausgabenkürzungen kommen ? Arthur Hogan, der Aktien-Chefstratege von Lazard Capital Markets, meint, dass es so aussieht. Beide Parteien scheinen keine Angst vor der automatischen Ausgabenkürzung zu haben. Die Demokraten sehen darin die einzige Möglichkeit, im Verteidigungshaushalt Einschnitte zu erreichen, was wiederum die Republikaner nicht wollen. Die Republikaner sehen es so, dass ein jeglicher Einschnitt ein Schritt in die richtige Richtung ist. Dafür wird möglicherweise nichts unternommen, womit es zu den automatischen Ausgabenkürzungen kommt", so Hogan. Er meint weiter, dass die Investoren das Geschehen leid werden, wie sie es auch letztes Jahr vor der fiskalischen Klippe geworden sind. Damit könnten sie ihre Investment aussitzen oder sich sogar aus ihnen zurückziehen.

