Der Essener Spezialchemiekonzern Evonik soll "noch vor der Sommerpause" an die Börse gehen. Ein konkretes Datum für den seit Jahren geplanten Börsengang nannten die Eigentümer des Unternehmens zunächst jedoch nicht. Medienberichten zufolge ist der 25. Juni im Gespräch. Die Evonik-Aktien sollten privaten und institutionellen Investoren angeboten und an der Frankfurter Börse gehandelt werden, teilten die RAG-Stiftung und der Finanzinvestor CVC Fonds mit.
Das Unternehmen sei "hervorragend" für den Börsengang vorbereitet, erklärte Evonik-Aufsichtsratschef Wilhelm Bonse-Geuking. Er sei für die RAG-Stiftung ein sehr wichtiger Eckpfeiler, um die Ewigkeitslasten des deutschen Steinkohlebergbaus zu finanzieren. Dies ist der Zweck der RAG-Stiftung, die rund 75 Prozent an Evonik hält. Die restlichen Anteile sind im Besitz von CVC. Evonik machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro und rechnet mit einer leichten Steigerung in diesem Jahr.
Der größte Börsengang seit Jahren in Deutschland war schon zweimal verschoben worden, zunächst im Jahr 2008, dann noch einmal im September 2011. Das Unternehmen führte jeweils Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten als Grund an.

