Frankfurt (dapd). Die Autoindustrie muss auch in diesem Jahr mit Absatzeinbußen in Europa rechnen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC aus Frankfurt am Main prognostizierte am Donnerstag einen europaweiten Rückgang der Pkw-Nachfrage um fünf Prozent. Damit wäre 2012 das fünfte Jahr in Folge mit schrumpfendem Absatz, die Zahl der Neuzulassungen würde unter die 13-Millionen-Marke sinken. PwC begründet die Vorhersage mit der schwachen Konjunkturentwicklung in den meisten europäischen Märkten.
Bereits im Januar 2012 habe es teilweise herbe Einbrüche gegeben. Laut einer Statistik des europäischen Auto (BSE: BSE-AUTO.BO - Nachrichten) -Branchenverbands ACEA gingen die Neuzulassungen in Frankreich innerhalb eines Jahres um 21 Prozent und in Italien um 17 Prozent zurück. In Deutschland gab es nur ein leichtes Minus von 0,4 Prozent. In Großbritannien blieben die Absätze unverändert.
Die sinkende Nachfrage in Europa habe auch Auswirkungen auf die Auslastung der europäischen Werke, erklärte PwC. Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass die Produktionsstätten 2012 im Schnitt nur zu 69 bis 74 Prozent ausgelastet sein werden. Im vergangenen Jahr habe der Wert bei 80 Prozent gelegen.
Die Aussichten für die deutschen Hersteller seien jedoch vergleichsweise gut. Nach Einschätzung von PwC soll der Absatz 2012 mit 3,1 Millionen Pkw in etwa das Vorjahresniveau erreichen. Die deutschen Hersteller seien auf "eine volatile Autokonjunktur in Europa gut vorbereitet", sagte PwC-Auto-Experte Felix Kuhnert.
dapd







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