HB TORONTO/STOCKHOLM. Ericsson (Stockholm: ERIC-B.ST - Nachrichten) bezahlt 70 Mio. US-Dollar für das Mobilfunk-Geschäft in den USA und Kanada, während die Österreicher für 33 Mio. US-Dollar das Geschäft in Europa und Taiwan erhalten.
Gerichte und Aufsichtsbehörden in den USA und Kanada müssen dem Verkauf noch zustimmen. Nortel hatte Anfang des Jahres Gläubigerschutz beantragt und versucht, sich nun unter richterlicher Aufsicht gesundzuschrumpfen.
Ericsson baut mit dem Kauf seine Position in den USA weiter aus, denn zu den Kunden von Nortel gehören wichtige Telekomanbieter wie AT&T und T-Mobile USA. Bereits im Juli hatte Ericsson sich die Geschäftsbereiche um die Mobilfunktechniken CDMA und LTE einverleibt und damit Verträge mit den Mobilfunkbetreibern Verizon Wireless und Sprint Nextel (NYSE: S - Nachrichten) übernommen. Der angeschlagene Ericsson-Rivale Nokia Siemens Networks (NSN) scheiterte dagegen gleich zweimal bei Spartenkäufen von Nortel.