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    Eigentümer kurz vor Einigung über neue EADS-Aktionärsstruktur

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    Paris/Berlin (dapd). Die Auseinandersetzung um die Macht beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS steht vor der Entscheidung. "Ein Abkommen ist nah", sagte der französische Präsident François Hollande am Montag. Die Staatsbeteiligung werde sich ändern, was zu einer neuen Aktionärsstruktur führen werde. Die Zusammensetzung der Führungsorgane sei allerdings noch nicht geklärt.

    Die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" berichtete online, dass eine Einigung am Montag nach Börsenschluss oder Dienstagmorgen verkündet werden solle. Deutschland und Frankreich würden jeweils zwölf Prozent der Anteile halten, schrieb "La Tribune" und bestätigte damit Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

    Da Frankreich derzeit noch mit 15 Prozent an EADS (Euronext: EAD.NX - Nachrichten) beteiligt ist, sollten die restlichen drei Prozent in einer niederländischen Stiftung "geparkt" werden. Der französische Staat könne sie dann nach einer Frist von wahrscheinlich zwei Jahren verkaufen.

    Die Neuordnung wurde nötig, weil Großaktionär und EADS-Mitgründer Daimler sich von Anteilen trennen will. Dadurch könnte das fein ausbalancierte Verhältnis zwischen deutschen und französischen Anteilen bei dem Gemeinschaftsunternehmen verschoben werden. Das will die Bundesregierung verhindern.

    Bisher sind Paris und der Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) -Konzern mit je 15 sowie Madrid mit 5,6 Prozent beteiligt. Weitere 7,5 Prozent hält der französische Lagardère (Paris: FR0000130213 - Nachrichten) -Konzern, auch 7,5 Prozent liegen bei einem deutschen Banken-Konsortium (Kuala Lumpur: 4847.KL - Nachrichten) .

    "Enge und intensive Gespräche"

    Daimler will sich rasch von 7,5 Prozent seiner Anteile trennen - und könnte diese an die staatliche deutsche KfW-Bankengruppe abgeben. Auch Lagardère solle sich im kommenden Jahr von einem Teil seiner 7,5 Prozent an EADS trennen, hieß es in dem "FAZ"-Bericht.

    Die freiwerdenden Anteile könnten einem Bericht der "Financial Times" zufolge im Rahmen eines milliardenschweren Aktienrückkaufprogramms von EADS selbst übernommen werden. Hintergrund seien Befürchtungen im Management, ein großangelegter Verkauf über die Börse könne die EADS-Aktie abstürzen lassen.

    Die Bundesregierung bestätigte Verhandlungen, nannte aber keine Details. Vertreter von Spanien, Frankreich und Deutschland, der Hauptaktionäre Lagardère und Daimler sowie des Unternehmens selbst "befinden sich seit Samstagmorgen in intensiven und konstruktiven Verhandlungen über eine neue Beteiligungsstruktur", erklärte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin. Auch EADS bestätigte die Gespräche.

    Die Bundesregierung muss den Kauf der Daimler-Anteile mit den Partnern besprechen, weil die Aktionäre einen Vertrag über ihr Verhalten geschlossen hatten, den der Verkauf berühren würde. "Da die Daimler-Anteile in einem Aktionärspaket mit dem französischen Staat gehalten werden, ist Abstimmung mit Frankreich notwendig. Es laufen sehr intensive Gespräche mit den Partnern, insbesondere mit Frankreich, enge und intensive Gespräche", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

    dapd

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