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    Duo-Outperformance – Vielfacher Hebel, einfaches Risiko

    Die meisten Emittenten haben nach den Auswüchsen zu Zeiten der Finanzkrise längst wieder zur „Tugend“ zurückgefunden und dem gefürchteten „Worst-of“-Prinzip bei Produkten mit mehr als einem Basiswert abgeschworen. Zum Teil wurde im vergangenen Jahr sogar das ein oder andere „Best-of“-Produkt aufgelegt, bei dem die gesamte Zertifikate-Performance nur von der Wertentwicklung der jeweils besser gelaufenen Aktie abhängt. So schonend derartige Papiere auch mit den Nerven der Anleger umgehen, so gering fallen im Gegenzug aber in der Regel auch deren Rendite-Chancen aus. Wer dagegen weiterhin auf Produkte setzt, bei denen ausschließlich der Verlierer-Wert den Ton angibt, kann allein unter Ertragsgesichtspunkten deutlich höhere Gewinne erzielen, auch wenn er dabei gleichzeitig Gefahr läuft, dass ein Basiswert aus der Reihe tanzt und damit die gesamte Rendite verhagelt.

    Bei HSBC Trinkaus überträgt man seit kurzem das „Worst-of“-Prinzip zusätzlich auf eine Outperformance-Struktur, die derzeit wegen der noch immer relativ niedrigen Volatilitäten besonders interessant ist. Zudem nutzt man die in den nächsten Monaten noch reichlich fließenden Dividenden. Kein Wunder, dass die neue Mixtur namens „Duo-Outperformance“ selbst bei nur kurzer Laufzeit bis Juni dieses Jahres mit Hebeln von bis zu 9,30 nur so vor Kraft strotzt. Dagegen nehmen die Produkte an fallenden Kursen lediglich mit einer einfachen Partizipationsrate teil. So manch gestandener Hebelprodukte-Investor dürfte angesichts eines solch asymmetrischen Chance-Risiko-Profils zugunsten des Anlegers durchaus ins Grübeln geraten.

    Allerdings muss sich der Anleger hier immer gleich auf zwei verschiedene Aktien festlegen, auch wenn er ansonsten nur auf einen bestimmten Basiswert spekulieren würde. Die Auswahl will deshalb wohl überlegt sein, wobei immerhin die Möglichkeit besteht, aus den 38 emittierten Produkten genau das individuell passende Papier herauszufiltern. Wichtig dabei: Der Anleger muss gegenüber beiden Basiswerten für die nächsten vier Monate bullisch gestimmt sein, da hier nur die Performance der schlechteren Aktie zählt. Außerdem kommt den jeweiligen Basispreisen nicht nur als Ausgangspunkt für die abschließende Performance-Berechnung eine entscheidende Bedeutung zu. Denn sollte die Vorgabe von dem aktuellen Kurs noch sehr weit entfernt sein, müsste die Aktie erst einmal bis dahin ansteigen, bevor der Hebel seine Wirkung entfalten könnte und das natürlich beiderseits. Da würde es wenig helfen, wenn z.B. ein Underlying bereits über der Basis notiert, während das andere dieser noch weit hinterherhinkt. Das kann man aktuell beispielsweise an dem Aktienpaar Daimler/Deutsche Telekom beobachten. Wählt man hier das Produkt (TB5WNY) mit Basispreisen bei 42,70 Euro (Daimler) und 8,72 Euro (Deutsche Telekom), lockt zwar auf dem ersten Blick mit 9,30 der von allen Produkten höchste Hebel, doch obwohl der Autobauer hier bereits im Soll liegt, müsste die seit Jahren nur noch dahindümpelnde einstige Volksaktie auf dem aktuellen Niveau erst einmal gut fünf Prozent an Wert zulegen, um überhaupt die Anfangshürde für den Hebel zu erreichen. Ein entsprechend niedriger Einstiegskurs wie im vorliegenden Fall von 92,62 Euro entschädigt dabei kaum, kauft man ein solches Produkt doch allein wegen dem erheblichen Outperformance-Potential auf der Oberseite.

    Der Investor sollte deshalb nicht unbedingt in erster Linie auf den Hebel schielen, sondern stattdessen möglichst zwei wachstumsstarke Basiswerte identifizieren, wenn er sie denn in der folgenden Aufstellung in einem Papier findet, in der meist die T-Aktie, sowie die Versorgertitel RWE und E.ON als Partneraktien fungieren. So könnten sich z.B. Kombinationen mit der seit Monaten sehr überzeugenden Aktie der Münchener Rück anbieten, wie z.B. Daimler/Münchener Rück (TB5X1T), BMW/Münchener Rück (TB5X1S) oder Deutsche Post/Münchener Rück (TB5X1U). Der Hebel liegt bei diesen Zertifikaten immer noch zwischen vier und fünf.

    Der BörseGo Tipp:

    Die neuen Duo-Outperformer eignen sich trotz ihres auf den ersten Blick sehr interessanten Chance-Risiko-Profils letztendlich nur für denjenigen Anleger, der für sich ein Basiswerte-Paar findet, bei dem er in den nächsten vier Monaten mit einem Ausbruch über die jeweiligen Basispreise rechnet. Auf allzu große Kompromisse sollte man sich dagegen bei „Worst-of“-Produkten niemals einlassen und stattdessen lieber zu den passenden Einzel-Produkten mit der entsprechenden Struktur greifen.

    Die gesamte Palette an Duo-Outperformance-Kurzläufern im Einzelnen:

    WKN

    Basiswert 1

    Basispreis1

    Basiswert 2

    Basispreis 2

    Hebel

    Bewertungs-tag

    TB5WNY

    Daimler

    42,70

    Dte. Telekom

    8,72

    9,30

    21.06.2013

    TB5X1A

    Daimler

    44,38

    Dte. Telekom

    8,60

    8,30

    21.06.2013

    TB5X1T

    Daimler

    44,38

    Munich Re

    135,35

    4,80

    21.06.2013

    TB5X1Y

    Daimler

    44,38

    RWE

    28,00

    5,10

    21.06.2013

    TB5X21

    Daimler

    44,38

    K+S

    33,34

    4,20

    21.06.2013

    TB5WNZ

    Dte. Post

    17,08

    E.ON

    12,65

    8,80

    21.06.2013

    TB5X1B

    Dte. Post

    16,80

    Dte. Telekom

    8,60

    7,60

    21.06.2013

    TB5X1N

    Dte. Post

    16,80

    E.ON

    13,44

    5,90

    21.06.2013

    TB5X1U

    Dte. Post

    16,80

    Munich Re

    135,35

    4,60

    21.06.2013

    TB5X22

    Dte. Post

    16,80

    K+S

    33,34

    3,90

    21.06.2013

    TB5X1Z

    Dte. Post

    16,80

    RWE

    28,00

    4,40

    21.06.2013

    TB5X1C

    Dte. Telekom

    8,60

    E.ON

    13,44

    9,00

    21.06.2013

    TB5X1D

    Dte. Telekom

    8,60

    Munich Re

    135,35

    8,60

    21.06.2013

    TB5X1E

    Dte. Telekom

    8,60

    RWE

    28,00

    7,70

    21.06.2013

    TB5X1F

    Dte. Telekom

    8,60

    K+S

    33,34

    7,90

    21.06.2013

    TB5X19

    Dte. Bank

    36,92

    Dte. Telekom

    8,60

    6,50

    21.06.2013

    TB5X1L

    Dte. Bank

    36,92

    E.ON

    13,44

    4,10

    21.06.2013

    TB5X15

    Allianz

    103,70

    Dte. Telekom

    8,60

    6,90

    21.06.2013

    TB5X1V

    Allianz

    103,70

    RWE

    28,00

    3,90

    21.06.2013

    TB5X1G

    Allianz

    103,70

    E.ON

    13,44

    4,80

    21.06.2013

    TB5X1W

    BASF

    71,51

    RWE

    28,00

    4,70

    21.06.2013

    TB5X1H

    BASF

    71,51

    E.ON

    13,44

    5,10

    21.06.2013

    TB5X16

    BASF

    71,51

    Dte. Telekom

    8,60

    6,80

    21.06.2013

    TB5X1J

    Bayer

    70,87

    E.ON

    13,44

    4,80

    21.06.2013

    TB5X1M

    Bayer

    44,38

    E.ON

    13,44

    5,80

    21.06.2013

    TB5X1X

    Bayer

    70,87

    RWE

    28,00

    4,20

    21.06.2013

    TB5X17

    Bayer

    70,87

    Dte. Telekom

    8,60

    6,40

    21.06.2013

    TB5WP2

    Bayer

    71,30

    Dte. Telekom

    8,72

    7,00

    21.06.2013

    TB5X18

    BMW

    71,52

    Dte. Telekom

    8,60

    8,10

    21.06.2013

    TB5X1K

    BMW

    71,52

    E.ON

    13,44

    5,70

    21.06.2013

    TB5X1S

    BMW

    71,52

    Munich Re

    135,35

    4,70

    21.06.2013

    TB5WP1

    E.ON

    12,65

    RWE

    27,32

    5,80

    21.06.2013

    TB5X1P

    E.ON

    13,44

    Munich Re

    135,35

    6,30

    21.06.2013

    TB5X1Q

    E.ON

    13,44

    RWE

    28,00

    3,90

    21.06.2013

    TB5X1R

    E.ON

    13,44

    K+S

    33,34

    6,40

    21.06.2013

    TB5X23

    RWE

    28,00

    K+S

    33,34

    5,20

    21.06.2013

    TB5WP0

    RWE

    27,32

    K+S

    33,01

    6,65

    21.06.2013

    TB5X20

    Munich Re

    135,35

    RWE

    28,00

    5,00

    21.06.2013

    Autor: Armin Geier, http://www.godmode-trader.de/zertifikate

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