Dow Jones weiter im Plus

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Montag, 23. November 2009, um 14:38 CET

HB NEW YORK. Positive Konjunkturdaten haben den New Yorker Börsen am Montag Auftrieb verliehen. So wurden nach Angaben der Vereinigung der US-Immobilienmakler im Oktober mit einem Zuwachs von 10,1 Prozent deutlich mehr bestehende Eigenheime verkauft als im Vormonat. Zudem hob die Aussicht auf weiter billiges Geld die Stimmung der Anleger: Fed-Vertreter James Bullard sagte am Sonntag, die US-Notenbank sollte ihr Ankaufprogramm von mit Hypothekenkrediten besicherten Wertpapieren verlängern, um Politik und Federal Reserve mehr Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen die Rezession zu verschaffen. Damit dürften die Leitzinsen vorerst nicht angehoben werden, sagte Peter Bookvar von Miller Tabak & Co. "Der Markt liebt das."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,2 Prozent auf 10 441 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,3 Prozent auf 1 105 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann ebenfalls 1,3 Prozent auf 2 174 Punkte.

An der Wall Street profitierten Aktien von Pharma- und von Versicherungskonzernen davon, dass die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama eine wichtige Hürde im Senat nahm. Die Papiere von Pharma-Branchenprimus Pfizer stiegen um 1,5 Prozent, die Anteilsscheine des Versicherers WellPoint notierten 4,4 Prozent höher.

Am Technologiemarkt zeigten sich die Aktien von Google (NASDAQ: GOOG - Nachrichten) unbeeindruckt von einem Reuters-Bericht, wonach Erzrivale Microsoft und der Medienkonzern News Corp an einer Partnerschaft schmieden, mit der Inhalte aus dem Murdoch-Medienimperium künftig nicht mehr bei Google auftauchen sollen. Microsoft (NASDAQ: MSFT - Nachrichten) biete News Corp dafür Geld an, sagte eine mit der Situation vertraute Situation. Die Google-Papiere legten dennoch um 2,1 Prozent zu, während die Anteilsscheine von Microsoft und News Corp jeweils um rund ein Prozent stiegen.

Die Aktien des Technologiekonzerns Ciena gaben dagegen rund acht Prozent nach. Das Unternehmen hatte sich zuvor im Bieterwettstreit mit dem deutsch-finnischen Netzwerkspezialisten Nokia Siemens Networks um Geschäftsteile des bankrotten kanadischen Konkurrenten Nortel durchgesetzt und für 769 Mio. Euro den Zuschlag erhalten. Anleger bereiteten aber die Integration der Nortel-Teile und der gestiegene Schuldenberg Sorgen.