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    Die häufigsten Fehler im Umgang mit Geld

    Kredit, Lebensversicherung oder Geldanlage: Oft steckt der Teufel im Detail, wenn es um die lieben Finanzen geht. Mit diesen Expertentipps können Sie häufige Fehler im Umgang mit Geld vermeiden.

    Kredit, Lebensversicherung, Geldanlage: Im Umgang mit Geld kann man viele Fehler machen (Bild: thinkstock)Fehler 1: Sparen, wenn man kein Geld übrig hat
    Immer wieder kommt es vor, dass Menschen trotz leergefegten Girokontos weiter in Lebensversicherungen einzahlen, Geld für die Altersvorsorge oder auf Sparbücher zurücklegen. Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg nennt das den „Geld-Killer Nummer Eins“. Denn das habe zur Folge, „dass Sie über Jahre hinweg Dispo-Zinsen in Höhe von 14 Prozent bezahlen müssen, obwohl Ihnen die Sparanlagen lediglich zwei oder drei Prozent bringen“, so die Finanzexpertin. „Auf diese Weise geht Verbrauchern viel Geld verloren.“ Castelló rät deswegen, das Sparen bei knapper Kasse möglichst auszusetzen. „Sollte man dennoch einen Kredit tilgen müssen, kann eventuell ein Gespräch mit der Bank helfen, um die Zahlungen eine Zeit lang zu reduzieren bis sich die finanzielle Situation konsolidiert hat“, sagt Edda Castelló. Die Banken spielen dabei aber nicht immer mit und unterbreiten aus Sicht der Verbraucherschützer schlechte Angebote. Doch Vorsicht: Einige werten die Anfrage als einen Mangel an Sicherheiten und nehmen das als Vorwand für eine Kündigung des Kredits.

    Fehler 2: Kombi-Verträge abschließen
    Vorsicht ist laut den Verbraucherschützern bei Kombinationsangeboten geboten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um kombinierte Produkte aus Krediten und Bausparverträgen oder um Lebensversicherungen, die mit Darlehen verbunden werden. Auf den ersten Blick klingen die Versprechungen der Banken verlockend. „Es ist für einen Laien jedoch sehr schwierig, die genauen Bedingungen und versteckten Kosten zu durchschauen“, sagt Edda Castelló. Sie rät deswegen dazu, immer die reine Form zu wählen, also Versicherungen und Kredit jeweils separat abzuschließen.

    Fehler 3: Lange Laufzeiten
    Besonders, wenn es um Ersparnisse für die Rente geht, wird das Geld oft für viele Jahre fest angelegt. Diese langen Laufzeiten findet Edda Castelló problematisch. „Man kann nie voraussagen, wie sich der Anbieter in dieser Zeit entwickelt“, erläutert sie. Auch wenn der Kunde heute zufrieden mit dem Geldinstitut ist, kann das in zehn Jahren anders aussehen. „Außerdem gibt es immer wieder Situationen, in denen man das Geld braucht, sei es bei einer Existenzgründung, einem Immobilienkauf oder nach einer Scheidung.“ Edda Castelló empfiehlt daher, in Etappen zu sparen und sich nicht für 30 oder 40 Jahre an eine Anlageform zu binden, zumal die Rendite nicht unbedingt besser sei. Durch die Kündigung eines langfristigen Sparvertrages entstehen den Verbrauchern hohe Verluste.

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    Von Lebensversicherungen rät die Verbraucherzentrale Hamburg generell ab. Anders sieht es mit der sogenannten „Riester-Rente“ aus. „Dabei versüßen satte Steuergeschenke die Nachteile der langen Laufzeit“, sagt Edda Castelló. Hier empfiehlt sie die Produkte von Sparkassen. Von den Riester-Angeboten der Rentenversicherer rät die Verbraucherschützerin hingegen wegen der meist zu hohen Gebühren ab.

    Fehler 4: Auf Steuervorteile abfahren

    „Oft werden schlechte Finanz-Produkte durch einen angeblichen Steuervorteil kaschiert“, sagt Edda Castelló. Das sei zum Beispiel bei Erwerbermodellen der Fall und diene Vertretern als Verkaufsargument. Die Finanzfachfrau empfiehlt: „Man muss genau hingucken, ob sich aus der Geldanlage wirklich eine Steuerersparnis ergibt. Oft ist das erst ab einem Einkommen von etwa 60.000 bis 70.000 Euro im Jahr der Fall.“

    Fehler 5: Viel Geld auf dem Sparbuch

    Auch wenn das Geld auf dem Sparbuch relativ sicher liegt und leicht verfügbar ist, sollte man hier keine größeren Summen parken, schon gar nicht auf lange Dauer. „Der Zinssatz ist mit etwa 0,5 Prozent in der Regel recht mager“, sagt Edda Castelló. Sie rät zu rentableren Alternativen wie Tagesgeld- oder Festgeldkonten. Die Zinsen liegen dort immerhin bei ein bis zwei Prozent und das Geld ist ebenso schnell verfügbar.

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