WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Dexia: Lange Aktien-Hausse möglich

    Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Experten der Fondsgesellschaft Dexia Asset Management halten eine lange Hausse an den globalen Aktienmärkten für möglich. "Wer sich heute für eine langfristige Anlage in Aktien entscheidet, wird dies in den nächsten Jahren vermutlich nicht bereuen", schreibt Aktienmarktexperte Ken Van Weyenberg in einem aktuellen Marktkommentar. Derzeit sei es allerdings noch zu früh, eine lange Hausse auszurufen. "Bislang ist nämlich die Risikoprämie noch nicht nachhaltig zurückgegangen. Niedrigere Risikoprämien werden von den Anlegern erst dann akzeptiert, wenn sowohl die Unsicherheit als auch die Risiken durch die europäische Staatsschuldenkrise zurückgehen", schreibt Van Weyenberg.

    Seit Beginn des langfristigen Abschwungs im Jahr 2000 hätten die Aktienmärkte die Übertreibungen bewältigt und seien bis auf "Schnäppchenniveau" gesunken. Im S&P 500 habe das Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 30 auf fast 13 abgenommen, während der langfristige Durchschnitt bei über 16 liege. "Dieser Rückgang ist allerdings nicht ausschließlich auf Kursverluste zurückzuführen. Tatsächlich sind die Unternehmensgewinne in den letzten zwölf Jahren erheblich gestiegen", betont Van Weyenberg. So habe das durchschnittliche jährliche Wachstum der Gewinne der S&P-Unternehmen bei über fünf Prozent gelegen, trotz der vorübergehenden Krisen. "Dies hat sich bislang noch nicht in den KGVs niedergeschlagen", ist Van Weyenberg überzeugt.

    Einer langen Hausse stehen nach Einschätzung des Experten allerdings noch einige Hindernisse im Weg, "Wir sind fest davon überzeugt, dass die Aktienmärkte auf kurze Sicht noch einige große Ängste überwinden müssen. Deshalb könnte jede weitere Schwäche des Weltwirtschaftswachstums in den nächsten Quartalen die Unternehmensgewinne belasten. Zusätzlich könnte jede weitere Eskalation der Probleme im Euroraum für neue Probleme an den Finanzmärkten sorgen", betont der Experte. Für große Enttäuschungen könnten auch die Notenbanken sorgen, wenn entgegen der Erwartungen die Notenpresse nicht angeworfen wird.

    Meistgelesene Artikel

     

    Aktuelle Nachrichten