Die Deutsche Bahn expandiert weiter in Europa. Der Konzern hat die Übernahme des Busgeschäfts seines Konkurrenten Veolia Transdev in Mittel- und Osteuropa abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilte. Der letzte große deutsche Staatskonzern will damit nach eigenen Angaben seine Position im europäischen Regionalverkehr stärken.
Die Veolia-Personenverkehr-Aktivitäten in der Region übernimmt den Angaben zufolge die Bahn-Regionaltochter DB Arriva. Der Kauf der britischen Arriva 2010 war der bislang größte internationale Zukauf der Bahn. Das Unternehmen betreibt damit in mittlerweile 15 europäischen Ländern Busse und Bahnen.
Mit dem Kauf der Veolia-Verkehre baue DB Arriva nun die Geschäfte in Polen, Tschechien und der Slowakei aus und gewinne neue Märkte in Slowenien, Kroatien und Serbien hinzu, erklärte die Bahn. Über den Kaufpreis vereinbarten die beiden Unternehmen nach eigenen Angaben Stillschweigen. Veolia ist ein französischer Konzern.
Veolia Transport Central Europe (VTCE) beschäftigt nach Bahn-Angaben mehr als 6300 Mitarbeiter und betreibt mehr als 3400 Fahrzeuge bei einem Jahresumsatz von 253 Millionen Euro im Jahr 2012. Das Unternehmen bietet vor allem innerstädtische und regionale Buslinien an.
Das Kaufverfahren ist den Angaben zufolge bereits abgeschlossen, auch die Zustimmung der Kartellbehörden liegt vor. Die EU hatte ihre Zustimmung für die Übergabe Anfang Mai gegeben. "Mit dem Erwerb von VTCE bauen wir unsere starke Position im europäischen Regionalverkehr weiter aus", erklärte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der Deutschen Bahn.

