Das Kapitalmarktgeschäft und das Asset Management der Landesbank Berlin (LBB) und der DekaBank soll zusammengelegt werden. Das empfiehlt die Verbandsvorsteherkonferenz – das Gremium der Präsidenten der regionalen Sparkassenverbände sowie des DSGV – als Vertreter der Eigentümer beider Häuser. Konkret bedeutet das: Sowohl das kundenorientierte Kapitalmarktgeschäft der LBB als auch die LBB Invest sollen an die DekaBank verkauft werden. Um den Vorständen die empfohlene Struktur von LBB und DekaBank vorzustellen, hat der DSGV die Sparkassen zu einer außerordentlichen Eigentümerversammlung für den 12. Dezember 2012 nach Berlin eingeladen. Anschließend wollen die Vorstände beider Häuser Verhandlungen aufnehmen, um die Transaktion zu realisieren.Das Gremium hat zudem empfohlen, eine eigenständige Berliner Sparkasse mit Fokus auf den heimischen Markt zu errichten. Dazu zähle auch die gewerbliche Immobilienfinanzierung für die Region. Alle überregionalen Immobilienaktivitäten des LBB-Konzerns sollen bei der Berlin Hyp gebündelt werden. Die Berlin Hyp werde dafür als gewerblicher Immobilienfinanzierer der Sparkassen-Finanzgruppe mit Anlageschwerpunkt Deutschland in einer separaten Einheit etabliert.„Auf Basis der nunmehr getroffenen Empfehlungen gilt es, nach der Eigentümerversammlung am 12. Dezember, dieses Zielmodell in enger Abstimmung mit der LBB weiter zu konkretisieren“, heißt es aus dem DekaBank-Vorstand. „Dies umfasst auch die notwendigen Prüfungen und Vertragsverhandlungen, so dass wir davon ausgehen, die Gremienbeschlüsse im Sommer nächsten Jahres herbeiführen zu können.“ Im Anschluss erfolge die Umsetzung, die bis Ende 2013 abgeschlossen sein soll. Die bisherigen 300 bis 350 Mitarbeiter der LBB sollen durch den Übergang Beschäftigte der DekaBank werden. „Wir werden bestrebt sein, für die an uns zu übertragenden Geschäftsbereiche einen Standort in Berlin zu erhalten“, so der DekaBank-Vorstand.(PD)
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