Der Dax bricht vorbörslich ein und lässt sich damit von der Abwärtsspirale in Tokio anstecken. Der deutsche Leitindex notiert vor Beginn des Präsenzhandels bei 8.350 Punkten. Das sind rund 200 Punkte weniger als das Allzeithoch, das noch am Mittwoch erreicht worden war. Händler rechnen nun damit, dass der Dax (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) in den Präsenzhandel mit deutlichen Abschlägen starten wird.
Für eine Rekordjagd hatte dagegen am Mittwoch kurzzeitig noch Ben Bernanke gesorgt. Im US-Kongress deutete der US-Notenbankchef an, dass er die konjunkturstimulierenden Maßnahmen fortsetzen werde. Die Anleger, die bis dahin kaum in Erscheinung traten, verließen ihre Deckung und kauften kräftig Aktien nach.
Der Dax schoss in der Spitze rund 0,9 Prozent ins Plus auf 8.558 Punkte. Gegen Handelsende beruhigte sich die Lage dann ein wenig. Am Ende schloss der Deutsche Aktienindex aber immerhin noch rund 0,7 Prozent fester auf 8.531 Zähler.
Die US-Börsen legten dagegen am Mittwoch eine richtige Achterbahnfahrt hin. Nach einem Höhenflug im Verlauf setzten im späten Geschäft Verkäufe ein. Auslöser war die Veröffentlichung des Zinsprotokolls der US-Notenbank.
Daraus ging hervor, dass einige Fed-Mitglieder das Bond-Aufkaufprogramm schon ab Juni zurückfahren wollen, wenn sich das Wachstum der US-Wirtschaft nachhaltig gebessert habe. Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten schloss 0,5 Prozent tiefer auf 15.307 Punkten.
Richtig kräftig nach unten ging es dagegen in Tokio. Im späten Geschäft setzten hier massive Gewinnmitnahmen ein. Binnen Minuten brachen die Kurse weg. Im späten Geschäft lag der Nikkei-Index mehr als fünf Prozent im Minus. Anfangs hatten die Kurse noch im Plus gelegen.
Deutsche Bank (Xetra: 514000 - Nachrichten) stellt sich den Aktionären
Heute steht die Deutsche Bank im Blickpunkt. Auf der Hauptversammlung von Deutschlands größter Bank dürften sich die Anteilseigner für die Erneuerung des Geldhauses interessieren. Schließlich müssen zahlreiche Skandale aufgearbeitet werden - von fragwürdigen Hypothekengeschäften in den USA, Umsatzsteuerbetrug beim Handel mit CO2-Zertifikaten bis zur Manipulation des Referenzzinses Libor.
Das Statistische Bundesamt gibt heute neue Zahlen zur Entwicklung des Luftverkehrs im ersten Quartal bekannt. Experten gehen davon aus, dass die Branche weiter unter Druck steht. Stefan Schulte, Chef des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, erwartet für die nächsten Jahre jedenfalls keinen Aufwind für die krisengeplagten europäischen Fluggesellschaften.
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