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    Daimler stärkt sich im China-Geschäft

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    Stuttgart (dapd). Der Autobauer Daimler will sein zuletzt schwächelndes China-Geschäft durch eine tiefere Partnerschaft mit der Beijing Automotive Group (BAIC) stärken. Dazu beteiligen sich die Stuttgarter mit zwölf Prozent an der Pkw-Sparte des staatlichen Automobilkonzerns, wie Daimler (Xetra: 710000 - Nachrichten) am Freitag mitteilte. Beide Unternehmen hätten vereinbart, dass Daimler dazu im Vorfeld des geplanten Börsengangs von BAIC Motor neue Aktien erhält.

    Die Stuttgarter waren zuletzt auf dem wichtigen chinesischen Markt im Vergleich zu den Rivalen BMW und Audi (Other OTC: AUDVF - Nachrichten) deutlich zurückgefallen. So konnte BMW (Xetra: 519000 - Nachrichten) seinen Absatz auf dem chinesischen Festland im vergangenen Jahr um mehr als 40 Prozent auf über 326.000 Fahrzeuge steigern, Audi lieferte sogar knapp 406.000 Autos aus. Dagegen verkaufte die Marke Mercedes-Benz mit 196.211 Fahrzeugen lediglich 1,5 Prozent mehr als 2011.

    Mit der Beteiligung an BAIC Motor "zünden wir nun die nächste Stufe in unserer Zusammenarbeit und bauen unsere gute Beziehung zu BAIC deutlich aus", sagte der Daimler-Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche. Zudem unterstreiche die Vereinbarung "das langfristige Bekenntnis der Partner, gemeinsam die Chancen und Potenziale des chinesischen Automobilmarkts voll auszuschöpfen".

    Dem Abkommen zufolge bekommt Daimler nun zwei Sitze im Verwaltungsrat von BAIC Motor. Zugleich werde BAIC seinen Anteil an der gemeinsamen Tochter Beijing Benz Automotive Company (BBAC) um ein auf 51 Prozent erhöhen. Im Gegenzug stocke Daimler seine Beteiligung an der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft ebenfalls um ein auf 51 Prozent auf.

    Zusammenarbeit seit 2006

    BAIC ist einer der größten Automobilhersteller Chinas und setzte den Angaben zufolge im Jahr 2011 mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge in dem Land ab. Beide Konzerne arbeiten bereits seit mehreren Jahren zusammen, unter anderem bei der Fertigung von Autos und Lastwagen sowie im Vertrieb.

    So montiert das Joint Venture BBAC seit 2006 Autos der Marke Mercedes Benz in China. Derzeit laufen in dem Werk in Peking unter anderem eine spezielle Langversion der E-Klasse sowie der Geländewagen GLK vom Band. Mitte vergangenen Jahres startete zudem bei Beijing Foton Daimler Automotive (BFDA) die gemeinsame Produktion mittlerer und schwerer Lkw der Marke Auman.

    Die Anleger reagierten allerdings kaum auf die Ankündigung aus Stuttgart. Die Daimler-Aktie notierte gegen 13.30 Uhr mit 0,3 Prozent im Plus bei 42,99 Euro. Das Geschäft muss noch von den chinesischen Behörden genehmigt werden. Die Transaktion soll bis Ende 2013 oder Anfang 2014 abgeschlossen werden.

    dapd

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