Laut einer Erklärung der chinesischen Regierung ließen Behörden im Norden des Landes die Abfüllanlage schließen, nachdem die Verunreinigung der Getränke durch erhöhte Mengen Chlor bekannt wurde. Die Provinz Shanxi ordnete eine Untersuchung an, nachdem Medien von dem erhöhten Chloranteil in den Getränken berichtetet hatten, fügte das Qualitätssicherungsbüro der Provinz hinzu.
Ein Empfangsmitarbeiter der „Coca Cola Shanxi Beverages Co.” bestätigte gegenüber der Presseagentur AFP, dass die Produktion gestoppt wurde. Er verweigerte aber jeden weiteren Kommentar. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua vermeldete, es sei während Wartungsarbeiten im Februar zu der Verunreinigung der Getränke gekommen. Demnach gerieten geringe Mengen mit Chlor verunreinigten Wassers in das für die Cola-Produktion vorgesehene Wasser.
Ein anonymer Informant aus der Firma berichtete den lokalen Medien, dass neun Chargen der Getränke betroffen sind. Ein Sprecher der Fabrik sagte indes gegenüber Xinhua, alle Getränke aus der Abfüllanlage seien sicher und würden kein Gesundheitsrisiko darstellen.
Chlor wird dazu verwendet, Bakterien im Wasser abzutöten. Zu hohe Mengen davon können jedoch gesundheitsschädlich sein. China wurde in den letzten Jahren von mehreren Lebensmittelskandalen heimgesucht - viele davon wegen zu laxer Kontrollen, aber auch wegen Betrieben, die absichtlich ihre Kunden täuschten, um den Profit zu steigern..
China ist für Coca Cola einer der wichtigsten Wachstumsmärkte. Sieben Prozent der weltweiten Gesamtproduktion entfallen dem US-Unternehmen zufolge auf die Volksrepublik. Coca Cola will in den nächsten drei Jahren mehr als vier Milliarden Dollar in China investieren. Der Konzern hat dort mehr als 40 Abfüllanlagen, er kooperiert auch mit dem Food-Giganten COFCO und dem Hong Kong Konglomerat Swire Pacific.

