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    China landet weich: Zeit für Investments?

    Frankfurt (BoerseGo.de) - Die Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums seit Beginn des Jahres 2012 hat in den vergangenen Monaten auch die Schwellenländer erreicht. Durch die jüngste wirtschaftliche Erholung und positive Bewertungen der Schwellenländer könnte jetzt aber der Zeitpunkt gekommen sein, die Präsenz dort wieder auszubauen, meint Ken van Weyenberg, Investment Specialist bei Dexia Asset Management.

    Die bessere Leistung der Wachstumsländer seit Anfang September sei nicht nur den westlichen Zentralbanken und den leicht positiveren Analystenprognosen in den Wachstumsländern zu verdanken. Auch China spiele dabei eine wichtige Rolle, da nun sehr vielen Anlegern deutlich geworden sei, dass im Land des Drachens von einer möglichen harten Landung keine Rede mehr sei, heißt es weiter. „Das abgebremste Wachstum der chinesischen Wirtschaft ist zudem nicht so „langsam“, wie viele Anleger denken. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2012 betrug es immer noch 7,7 Prozent, im dritten Quartal allein 7,4 Prozent. Damit wird China den Erwartungen des chinesischen Premiers Wen Jiabao, der ein Wachstum von 7,5 Prozent für das gesamte Jahr anvisierte, mehr als gerecht. Im Vergleich zum erwarteten Wachstum der Weltwirtschaft von 3,3 Prozent (IMF) kann man nicht wirklich von einem Einbruch der chinesischen Wirtschaft sprechen“, so van Weyenberg.

    Verschiedene Wirtschaftsindikatoren deuteten zudem auf eine Erholung des chinesischen Wirtschaftswachstums nach acht aufeinanderfolgenden Quartalen mit eher zögerlichem Wachstum hin. Einer der am stärksten beobachteten Faktoren sei der Aktivitätsindex für den Industriesektor. Die offizielle Prognose des Nationalen Statistischen Instituts weise deutlich auf eine Beschleunigung der wirtschaftlichen Aktivität im Industriesektor mit einem PMI (Purchasing Managers Index, Indikator für wirtschaftliche Aktivität) von 50,6 im November hin. Die Verbesserung des wirtschaftlichen Momentums habe sich zudem auch in einer starken Zunahme der industriellen Produktion (plus 9,6 Prozent auf Jahresbasis), des Exports (plus 11,6 Prozent auf Jahresbasis) und der vertrieblichen Verkäufe (plus 14,5 Prozent auf Jahresbasis) geäußert, heißt es weiter.

    „Die aktuellen Wirtschaftdaten deuten nicht direkt auf einen Bedarf an zusätzlichen geldpolitischen Förderungsmaßnahmen der chinesischen Entscheidungsträger in der Politik hin, auch wenn die nötigen Mittel und der nötige Freiraum sehr wohl gegeben sind. Die Inflation ist momentan unter Kontrolle. Mit einer Inflation von 1,7 Prozent ist sogar von einer Disinflation die Rede; die Preissteigerungsrate liegt erheblich unter der Zielsetzung der chinesischen Zentralbank von vier Prozent. Zudem deutet ein Rückgang der Erzeugerpreise um fast drei Prozent nicht direkt auf mittelfristiges Inflationsrisiko hin“, so van Weyenberg.

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