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    China: HSBC-Einkaufsmanagerindex steigt auf 19-Monatshoch

    Peking (BoerseGo.de) – Der von der HSBC erhobenen Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in China ist im Dezember auf das höchste Niveau seit 19 Monaten gestiegen. Der Index wurde in der endgültigen Berechnung mit 51,5 Punkten ausgewiesen, der höchste Stand seit Mai 2011. In der ersten Berechnung wurde lediglich ein Stand von 50,9 Einheiten notiert. Im Vormonat November konnte der Indikator zum ersten Mal seit 13 Monaten über die wichtige Marke von 50 Zählern auf 50,5 Einheiten klettern.

    Im Oktober notierte der Index nur bei 49,5 Einheiten und im September bei 47,9 Einheiten. Im August wurden 47,6 Einheiten und im Juli 49,3 Zähler gemeldet. Im August notierte der Indikator außerdem auf einem 9-Monatstief.

    Der HSBC-Index gilt als gutes Maß für die Lage in den kleineren Unternehmen. Eine Lesung über dem Niveau von 50 Einheiten signalisiert einen Aufschwung in dem Sektor, während eine Notierung unter 50 Zählern eine Kontraktion signalisiert.

    Die Neuaufträge stiegen so deutlich an, wie seit Januar 2011 nicht mehr, trotzdem bei den neuen Exportaufträgen ein Rückgang notiert wurde. Der Output legte zum zweiten Monat in Folge zu und stieg mit der höchsten Rate seit 21 Monaten, wie aus der HSBC-Studie hervorgeht.

    „Diese Dynamik dürfte sich in den kommenden Monaten weiter fortsetzen, wenn der Ausbau der Infrastruktur an Fahrt gewinnt und sich der Immobilienmarkt stabilisiert", sagte Hongbin Qu, Chefvolkswirt und Co-Head of Asian Economic Research bei der HSBC.

    Die Inputpreise stiegen zum dritten Monat in Folge, die Inflationsrate zeigte sich leicht schwächer als im Vormonat November. Die Outputpreise stiegen unterdessen so stark wie seit 14 Monaten nicht mehr, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht. Die Beschäftigungslage zeigte sich in dem Sektor weitgehend unverändert.

    Das chinesische Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im dritten Quartal nur um 7,4 Prozent im Jahresvergleich zu. Es war die schwächste Wachstumsrate seit dem ersten Quartal 2009. Im zweiten Quartal wurde noch ein BIP-Wachstum von 7,6 Prozent und im ersten Quartal von 8,1 Prozent gemessen. In den gesamten ersten neun Monaten des Vorjahres 2012 stieg das BIP um 7,7 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011 an. Die Wachstumsrate des dritten Quartals liegt unterhalb der von der Regierung in Peking angestrebten Wachstumsrate von 7,5 Prozent für das Jahr 2012.

    Der Weltbank zufolge dürfte die Wirtschaftsmacht China im neuen Jahr 2013 an Fahrt aufnehmen. Dabei prognostizierte die Weltbank im Vormonat Dezember ein BIP-Plus von 8,4 Prozent (Oktober-Prognose: 8,1 Prozent), wobei hier die von der Regierung durchgeführten Stimulationen ebenso wie große Investmentprojekte antreiben dürften. In der früheren Prognose vom Mai 2012 ging die Weltbank hingegen noch von einem höheren Wachstum von 8,6 Prozent für 2013 aus. Im Jahr 2014 dürfte sich die chinesische Wirtschaft aber auf ein Wachstum von 8 Prozent abkühlen.

    Für das Vorjahr 2012 rechnet die Weltbank mit einem BIP-Wachstum von 7,9 Prozent (Oktober-Prognose: 7,7 Prozent), nach 9,3 Prozent im Vorjahr 2011. Es ist die niedrigste Wachstumsrate seit 1999. Hier belasten laut Weltbank die schwachen Exporte sowie zurückgehende Investitionen. In der Mai-Prognose ging die Weltbank noch von einem Wachstum von 8,2 Prozent für China aus.

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