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Zürich (aktiencheck.de AG) - An den europäischen Börsen war zu Handelsende keine eindeutige Richtung auszumachen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewann 0,03 Prozent auf 2.794,25 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 konnte 0,20 Prozent auf 2.439,12 Zähler zulegen, während der in Paris berechnete EURONEXT 100 0,11 Prozent auf 645,73 Indexpunkte einbüßte.
Aus den USA kamen heute entmutigende Arbeitsmarktdaten. Die Arbeitslosenquote stieg auf 10,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat bei 9,8 Prozent gelegen hatte. Hierbei handelt es sich um den höchsten Stand seit April 1983. Volkswirte hatten lediglich mit diesem Anstieg auf 9,9 Prozent gerechnet.
Papiere der Royal Bank of Scotland (London: RBS.L - Nachrichten) (RBS) (ISIN GB0007547838 / WKN 865142) gewannen im FTSE 100 nach der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal mehr als 5 Prozent. Der Konzern musste im Berichtszeitraum einen operativen Verlust von 1,53 Mrd. Britischen Pfund (GBP) ausweisen, nach einem Überschuss von 2,31 Mrd. GBP im Jahr zuvor. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres belief sich der operative Verlust auf 3,53 Mrd. GBP. Vor Wertberichtigungen hatte der bereinigte operative Gewinn bei 1,75 Mrd. GBP gelegen, nachdem im Vorjahr ein Gewinn von 3,59 Mrd. GBP erzielt worden war. Unter dem Strich wies die RBS einen Nettoverlust von 1,80 Mrd. GBP aus, nach einem Nettogewinn von 871 Mio. GBP im Vorjahr. Die Aktie von British Airways (London: BAY.L - Nachrichten) (ISIN GB0001290575 / WKN 872391) gewann an der Spitze 6,71 Prozent. Wie die drittgrößte Fluggesellschaft in Europa bekannt gab, hat sie im ersten Halbjahr einen deutlich höheren Verlust erwirtschaftet, was vor allem auf einen rückläufigen Flugreiseverkehr zurückzuführen ist. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 217 Mio. GBP, im Vergleich zu einem Verlust von 49 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich um 13,7 Prozent auf 4,10 Mrd. GBP. Der Konzern rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang um rund 1 Mrd. GBP. Laut CEO Willie Walsh wird man im Zuge notwendiger Kostensenkungsmaßnahmen die Winterkapazitäten um 6 Prozent zurückfahren und bis März 2010 weitere 3.000 Stellen abbauen.
France Télécom (Paris: FR0000133308 - Nachrichten) (ISIN FR0000133308 / WKN 906849) gaben im CAC40 (Paris: Nachrichten) 0,49 Prozent ab. Die Franzosen haben mit der Deutschen Telekom (Xetra: 555750 - Nachrichten) (ISIN DE0005557508 / WKN 555750) die abschließenden Verträge zum Zusammenschluss ihrer britischen Mobilfunkgesellschaften T-Mobile UK und Orange UK im Rahmen eines 50:50 Joint Ventures unterzeichnet. Durch den Zusammenschluss entstehe ein neuer Anbieter mit ungefähr 28,4 Millionen Kunden und einem Marktanteil von 37 Prozent (Stand Ende 2008). Aus der Zusammenlegung und Integration von T-Mobile UK und Orange UK sowie Orange Broadband UK werden Synergien mit einem Net Present Value von mehr als 4,0 Mrd. Euro (3,5 Mrd. GBP) erwartet. Lafarge (Paris: FR0000120537 - Nachrichten) (ISIN FR0000120537 / WKN 850646) bröckelten am Indexende um fast 4 Prozent ab. Der Baustoffhersteller musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Der Umsatz sank angesichts der weiterhin schwierigen Situation im internationalen Baugewerbe um 15 Prozent auf 12,24 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis belief sich auf 774 Mio. Euro, nach 1,56 Mrd. Euro im Vorjahr. Beim um Einmaleffekte bereinigten Nettoergebnis wurde ein Rückgang um 49 Prozent auf 731 Mio. Euro verzeichnet. L'Oréal (Paris: FR0000120321 - Nachrichten) (ISIN FR0000120321 / WKN 853888) verloren 1,71 Prozent. Die Erlöse des Kosmetikkonzerns sind im dritten Quartal um 0,7 Prozent auf 4,23 Mrd. Euro gesunken. Analysten waren im Vorfeld von Umsätzen von 4,25 Mrd. Euro ausgegangen. Auf vergleichbarer Basis wurde indes ein Umsatzwachstum von 0,8 Prozent verbucht. Der französische Luxusartikelhersteller Hermes International (ISIN FR0000052292/ WKN 886670) verbuchte im dritten Quartal einen Umsatzanstieg. Wie der erklärte, beliefen sich die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum auf 452,1 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahreswert von 410,5 Mio. Euro einem Plus von 10,2 Prozent entspricht. Auf Basis konstanter Wechselkurse hat das Umsatzplus bei 4,8 Prozent gelegen. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern eine leicht bessere Entwicklung als zunächst prognostiziert. So dürfte das Ziel, bei den Umsatzerlösen auf Basis konstanter Währungen ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erreichen zu können, übertroffen werden. Der operative Gewinn dürfte jedoch gegenüber dem Vorjahreswert um 5 Prozent zurückgehen, so der Konzern weiter. Die Unternehmensaktie gewann in Paris 2,05 Prozent.
Im Schweizer Leitindex SMI geben Papiere des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé nach den Zahlen von L'Oréal 1,16 Prozent ab. Die Schweizer sind mit rund einem Viertel an den Franzosen beteiligt. Lonza verloren als Schlusslicht 2,29 Prozent. Auf der Gegenseite gewannen Actelion (ATLN.SW - Nachrichten) 3,20 Prozent.
Der Umsatz des österreichischen Technologie-Konzerns Andritz (ISIN AT0000730007 / WKN 632305) lag in den ersten neun Monaten mit 2,33 Mrd. Euro um 8,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Beim Konzernergebnis nach Abzug von Fremdanteilen wurde ein Rückgang auf 59,6 Mio. Euro verzeichnet, nach 105,4 Mio. Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr bestätigte Andritz (Wien: ANDR.VI - Nachrichten) trotz des weiterhin schwierigen Umfelds die Ergebnisprognose. Die Aktie gewann im ATX (Wien: Nachrichten) 2,27 Prozent. Dagegen sacken Papiere des Baumaterialherstellers Wienerberger (ISIN AT0000831706 / WKN 852894), der in den ersten drei Quartalen einen deutlichen Ergebniseinbruch ausweisen musste, um fast 8 Prozent ab. Den Angaben zufolge verringerten sich die Umsatzerlöse um 26 Prozent auf 1,42 Mrd. Euro. Beim EBIT wurde ein Rückgang auf 36,7 Mio. Euro ausgewiesen, nach einem EBIT von 212,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.794,25 (+0,03 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.439,12 (+0,20 Prozent) EURONEXT 100: 645,73 (-0,11 Prozent) FTSE 100 (London): 5.142,72 (+0,33 Prozent) CAC40 (Paris): 3.707,29 (-0,04 Prozent) MIB (Mailand): 22.549,64 (-0,14 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.580,60 (+0,27 Prozent) SMI (Zürich): 6.293,61 (+0,13 Prozent) ATX (Wien): 2.561,124 (-0,02 Prozent) (06.11.2009/ac/n/m)