Börsen in Europa Schluss: Schwaches Handelsende, Finanzsektor im Fokus

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Dienstag, 24. November 2009, um 20:31 CET

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen drehten nach schwachen Vorgaben aus Übersee ins Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 0,71 Prozent auf 2.877,58 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab 0,67 Prozent ab auf 2.505,62 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 büßte 0,60 Prozent ein auf 659,34 Stellen.

Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im September erneut angewachsen. Dies teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 1,5 Prozent. In der gesamten EU27 stiegen die Auftragseingänge um 1,7 Prozent.

Lloyds (ISIN GB0008706128 / WKN 871784) legten in London im FTSE 100 um 2,6 Prozent zu. Die britische Großbank hatte zuvor die Details zu ihrer geplanten Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Demnach werde man die neuen Anteilsscheine zu einem Emissionspreis von 37 Pence je Aktie ausgeben, was gegenüber dem letzten Schlusskurs einem Abschlag von 57,3 Prozent entspricht. Dabei werden den Aktionären jeweils 1,34 neue Aktien für eine bestehende Aktie zum Bezug angeboten. Durch die Kapitalerhöhung erwartet Lloyds Brutto-Mittelzuflüsse im Gesamtwert von rund 13,5 Mrd. Britischen Pfund. Das Kreditinstitut hatte Anfang November dieses Jahres milliardenschwere Kapitalmaßnahmen angekündigt, um nicht an dem staatlichen Absicherungsprogramm gegen weitere Verluste in Zusammenhang mit faulen Wertpapieren (Government Asset Protection Scheme (GAPS)) teilnehmen zu müssen. Anteile der RBS (London: RBS.L - Nachrichten) gaben indes fast 4 Prozent ab. HSBC (London: HSBA.L - Nachrichten) lagen mit 1,5 Prozent im Minus.

Papiere des Einzelhandelskonzerns Carrefour legten nach einer positiven Analystenstudie im CAC40 (Paris: Nachrichten) in Paris um 3 Prozent zu. Dagegen sacken Anteile von Alcatel (Paris: FR0000130007 - Nachrichten) -Lucent um über 4 Prozent ab. Außerdem büßten Anteile der Société Générale (Paris: FR0000130809 - Nachrichten) mehr als 3 Prozent und Papiere von Schneider Electric (Paris: FR0000121972 - Nachrichten) 1 Prozent ein.

Im Schweizer Leitindex SMI gewannen Swiss Re (Virt-X: RUKN.VX - Nachrichten) 0,7 Prozent. Daneben verbesserten sich Anteile von Holcim (Virt-X: HOLN.VX - Nachrichten) um 1,3 Prozent. Für Novartis ging es um 0,8 Prozent nach oben. Julius Bär gaben auf der Gegenseite fast 3 Prozent ab. UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) und Credit Suisse verloren jeweils rund 2 Prozent.

Am morgigen Mittwoch steht unter anderem die Veröffentlichung der Zahlen der Association des Constructeurs Européens d´Automobiles (ACEA (Mailand: ACE.MI - Nachrichten) ) zu den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen in West-Europa für Oktober 2009 an. Zuletzt war die Zahl der Nutzfahrzeugneuzulassungen verglichen mit dem Vorjahresmonat um 25,4 Prozent zurückgegangen. In Großbritannien werden die revidierten Zahlen zum britischen Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal 2009 bekannt gegeben.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.877,58 (-0,71 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.505,62 (-0,67 Prozent) EURONEXT 100: 659,34 (-0,60 Prozent) FTSE 100 (London): 5.323,96 (-0,59 Prozent) CAC40 (Paris): 3.784,62 (-0,75 Prozent) MIB (Mailand): 22.708,45 (-1,08 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.905,20 (-0,30 Prozent) SMI (Zürich): 6.397,53 (-0,20 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.597,73 (-1,31 Prozent)

(24.11.2009/ac/n/m)