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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen schlossen mit deutlichen Abschlägen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 sackte um 1,83 Prozent ab auf 2.712,30 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verlor daneben 1,38 Prozent auf 2.387,99 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 büßte 1,35 Prozent ein auf 627,70 Indexpunkte.
Anteilsscheine der Großbank UBS brachen im SMI (0198.HK - Nachrichten) in Zürich um rund 6 Prozent ein. Das Finanzinstitut hat im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet. Der den UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) -Aktionären zurechenbare Reinverlust belief sich auf 564 Mio. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Gewinn von 283 Mio. CHF im Vorjahr. Dabei wurde das jüngste Ergebnis durch drei substanzielle buchhalterische Sonderfaktoren beeinflusst. Ohne Berücksichtigung der Sonderfaktoren lag der operative Gewinn vor Steuern bei 1,56 Mrd. CHF. Titel des Mitbewerbers Credit Suisse büßten 2 Prozent ein. Papiere des Pharmakonzerns Novartis, der seine Aktivitäten in China im Bereich Forschung und Entwicklung in den kommenden Jahren deutlich ausbauen will und in diesem Zusammenhang ein milliardenschweres Investitionsprogramm angekündigt hat, gaben 0,2 Prozent ab. Swiss Re (Virt-X: RUKN.VX - Nachrichten) legten indes über 6 Prozent zu. Der Rückversicherer hat im dritten Quartal einen Nettogewinn von 334 Mio. CHF erzielt, gegenüber einem Verlust von 304 Mio. CHF im Vorjahr. Die verdienten Prämien verringerten sich um 11 Prozent auf 5,84 Mrd. CHF. Wie der Konzern weiter mitteilte, geht er davon aus, dass die Nettoeinsparungen nach Restrukturierungskosten für das Jahr 2009 im Bereich zwischen 150 und 200 Mio. CHF und somit über dem ursprünglich anvisierten Nettoziel von 100 Mio. CHF liegen werden.
Im britischen FTSE 100 gewannen Papiere von Lloyds knapp 3 Prozent. Die Großbank hat zuvor milliardenschwere Kapitalmaßnahmen angekündigt, um nicht am staatlichen Absicherungsprogramm gegen weitere Verluste in Zusammenhang mit faulen Wertpapieren (Government Asset Protection Scheme (GAPS)) teilnehmen zu müssen. Demnach werde man eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre im Gesamtvolumen von 13,5 Mrd. Britischen Pfund (GBP) durchführen. Außerdem soll durch den Tausch von Hybridkapital in Eigenkapital die bereinigte Kernkapitalquote (Core Tier I) um mindestens weitere 7,5 Mrd. GBP verbessert werden. Wie Lloyds weiter erklärte, habe sich das Umfeld im dritten Quartal deutlich verbessert. Um ein halbes Prozent nach unten ging es für Antofagasta (London: ANTO.L - Nachrichten) . Der Minenkonzern hat seine Kupferproduktion im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 3,4 Prozent auf 109.900 Tonnen gesteigert.
In Paris standen Finanzwerte unter Beschuss. Im CAC40 sackten Société Générale (Paris: FR0000130809 - Nachrichten) um 4 Prozent ab. Daneben fielen AXA (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) um gut 3 Prozent, BNP Paribas (Paris: FR0000131104 - Nachrichten) um 4,3 Prozent und Crédit Agricole (Paris: FR0000045072 - Nachrichten) um 2,9 Prozent zurück. Weitere Verlierer waren unter anderem Peugeot (Paris: FR0000121501 - Nachrichten) (-2,6 Prozent) und Michelin (Paris: FR0000121261 - Nachrichten) (-3 Prozent).
Der niederländische Chemiekonzern DSM meldete, dass sich sein Gewinn im dritten Quartal trotz rückläufiger Umsätze verdoppelt hat, was mit einem Einmalertrag aus einem Asset-Verkauf zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 374 Mio. Euro, gegenüber 181 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei beinhaltet das jüngste Ergebnis einen positiven Einmaleffekt in Höhe von 268 Mio. Euro aus dem Verkauf von DSM Energy. Das Ergebnis vor Einmaleffekten fiel um 45 Prozent auf 100 Mio. Euro. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 14 Prozent auf 2,06 Mrd. Euro. Die im AEX (Amsterdam: Nachrichten) gelistete Aktie verlor 0,3 Prozent. ING gaben ein halbes Prozent ab. Der Allfinanzkonzern hat sich mit dem Private Equity-Unternehmen Lightyear auf den Verkauf von drei ihrer U.S. Retail Broker-Dealer Geschäftseinheiten geeinigt. Auswirkungen auf das Ergebnis von ING werden hierdurch nicht erwartet, hieß es weiter.
Nokia (Xetra: 870737 - Nachrichten) lagen im OMX Nordic 40 geringfügig im Minus. Das Joint Venture Nokia Siemens Networks hat einen Plan präsentiert, mit dem die finanzielle Performance verbessert und die Rückkehr zu Wachstum erreicht werden soll. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Sonderbelastungen von 2010 bis 2011 werden auf 550 Mio. Euro geschätzt. Zudem soll die Belegschaft von derzeit rund 64.000 Mitarbeitern insgesamt um rund 7 bis 9 Prozent abgebaut werden.
Am Mittwoch steht unter anderem die zweite Veröffentlichung der Zahlen zum Einkaufsmanagerindex der Eurozone für Oktober 2009 an. Zudem werden Total und die Société Générale die Ergebnisse zum dritten Quartal vorlegen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.712,30 (-1,83 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.387,99 (-1,38 Prozent) EURONEXT 100: 627,70 (-1,35 Prozent) FTSE 100 (London): 5.037,21 (-1,32 Prozent) CAC40 (Paris: Nachrichten) (Paris): 3.584,25 (-1,52 Prozent) MIB (Mailand): 21.946,91 (-1,58 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.242,40 (-1,95 Prozent) SMI (Zürich): 6.213,35 (-1,24 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.460,10 (-2,60 Prozent)
(03.11.2009/ac/n/m)