Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen orientieren sich aktuell klar nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert zur Stunde 0,89 Prozent auf 2.872,40 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,87 Prozent ein auf 2.500,67 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 geht es um 0,61 Prozent abwärts auf 659,27 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls rote Vorzeichen.
Nach unerwartet starken Daten vom Immobilienmarkt konnte die Wall Street am Vorabend deutlich zulegen. Im Vergleich zum Handelsschluss in Europa sind die US-Börsen allerdings wieder etwas zurückgekommen. Kräftige Verluste wurden heute indes aus Tokio, Hongkong und Shanghai gemeldet. Im weiteren Handelsverlauf stehen BIP-Daten aus der EU und den USA sowie das US-Verbrauchervertrauen und am Abend das FOMC-Sitzungsprotokoll auf der Agenda.
Die britische Großbank Lloyds (ISIN GB0008706128/ WKN 871784) hat heute die Details zu ihrer geplanten Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Demnach werde man insgesamt 36.505.088.579 neue Anteilsscheine zu einem Emissionspreis von 37 Pence je Aktie ausgeben, was gegenüber dem letzten Schlusskurs einem Abschlag von 57,3 Prozent entspricht. Dabei werden den Aktionären jeweils 1,34 neue Aktien für eine bestehende Aktie zum Bezug angeboten. Durch die Kapitalerhöhung erwartet Lloyds Brutto-Mittelzuflüsse im Gesamtwert von rund 13,5 Mrd. Britischen Pfund. Das Kreditinstitut hatte Anfang November dieses Jahres milliardenschwere Kapitalmaßnahmen angekündigt, um nicht an dem staatlichen Absicherungsprogramm gegen weitere Verluste in Zusammenhang mit faulen Wertpapieren (Government Asset Protection Scheme (GAPS)) teilnehmen zu müssen. Die Aktie kann im FTSE 100 als Spitzenreiter fast 2 Prozent zulegen. Rohstoffwerte leiden dagegen unter Gewinnmitnahmen. Unter anderem geben Kazakhmys (London: KAZ.L - Nachrichten) 1,9 Prozent, Xstrata (London: XTA.L - Nachrichten) 1,8 Prozent, Rio Tinto (London: RIO.L - Nachrichten) 1,6 Prozent und Vedanta ebenfalls 1,6 Prozent ab.
Größter Verlierer im CAC40 (Paris: Nachrichten) ist die Aktie von Alcatel (Paris: FR0000130007 - Nachrichten) -Lucent mit einem Abschlag von mehr als 4 Prozent. Um jeweils mehr als 2 Prozent nach unten geht es für Société Générale (Paris: FR0000130809 - Nachrichten) und Schneider Electric (Paris: FR0000121972 - Nachrichten) . AXA (Paris: FR0000120628 - Nachrichten) und BNP Paribas (Paris: FR0000131104 - Nachrichten) geben 1,6 bzw. 1,4 Prozent ab. Gegen den Trend legen Papiere des Einzelhandelskonzerns Carrefour nach einer positiven Analystenstudie über 3 Prozent zu.
Im Schweizer Leitindex SMI rücken Papiere des Pharmariesen Novartis um 0,6 Prozent vor. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Synthes (Virt-X: SYST.VX - Nachrichten) und Swatch. Dagegen lasten Titel der Großbank UBS mit einem Abschlag von 3,5 Prozent auf dem Gesamtmarkt. Credit Suisse verlieren 2,1 Prozent und Julius Bär 1,7 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.872,40 (-0,89 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.500,67 (-0,87 Prozent) EURONEXT 100: 659,27 (-0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.327,50 (-0,52 Prozent) CAC40 (Paris): 3.782,93 (-0,79 Prozent) MIB (Mailand): 22.834,16 (-0,53 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.823,00 (-0,98 Prozent) SMI (Zürich): 6.385,30 (-0,39 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.618,19 (-0,53 Prozent) (24.11.2009/ac/n/m)