Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen am Freitagmorgen Abschläge. Belastet von der Krise im Boom-Emirat Dubai verliert der Dow Jones EURO STOXX 50 aktuell 0,53 Prozent auf 2.784,71 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt daneben 0,60 Prozent ab auf 2.425,58 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 muss 0,27 Prozent nachgeben auf 639,92 Indexpunkte. Auch an den europäischen Länderbörsen sind durchweg rote Vorzeichen auszumachen.
Wegen des gestrigen Feiertags "Thanksgiving" mussten die europäischen Börsen auf Vorgaben aus den USA verzichten. Allerdings sind die Vorgaben aus Asien äußerst schwach, der Nikkei (Nachrichten) brach heute um über 3 Prozent ein. Belastet hat dabei insbesondere die Sorge vor einer ernstzunehmende Krise im Boom-Emirat Dubai, nachdem die Regierung des Emirats den Dubai Financial Support Fund mit der Restrukturierung des ins Schlingern geratenen staatlich kontrollierten Konglomerats Dubai World und dessen Tochter Nakheel beauftragt hat. In diesem Zusammenhang wurden die Gläubiger von Dubai World um Zahlungsaufschub bis mindestens Mai 2010 gebeten. In Europa stehen heute noch die Wirtschaftsstimmung und das Geschäftsklima zur Veröffentlichung an.
In der Schweiz gab der Mischkonzern ABB (ISIN CH0012221716/ WKN 919730) bekannt, dass er die Aufstellung der Automationsdivisionen verändert, um sich besser auf das Kundenspektrum auszurichten. Damit sollen Wachstumschancen im Service konsequenter ausgeschöpft und die Präsenz in der diskreten Fertigungsindustrie ausgebaut werden. Zudem hilft die neue organisatorische Ausrichtung, Chancen aus der wachsenden Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen besser zu nutzen. Den Angaben zufolge werden die Geschäftseinheiten der Divisionen Automationsprodukte und Robotik zum 1. Januar 2010 zu zwei neuen Divisionen zusammengefasst: Industrieautomation und Antriebe sowie Niederspannungsprodukte. Die Division Prozessautomation bleibe in der jetzigen Form bestehen und werde lediglich um das Instrumentierungsgeschäft der Division Automationsprodukte ergänzt. Die ABB-Aktie verliert derzeit leicht um 0,3 Prozent und bewegt sich damit im Mittelfeld des SMI (0198.HK - Nachrichten) . Deutlicher abgeben müssen derzeit Synthes (Virt-X: SYST.VX - Nachrichten) (-2,4 Prozent), Nestle (4707.KL - Nachrichten) (-1,4 Prozent) und Roche (Virt-X: ROG.VX - Nachrichten) (-1,2 Prozent). Stärkste Gewinner im Schweizer Leitindex sind Julius Bär (+3,0 Prozent) und Credit Suisse (+1,4 Prozent).
Im britischen Leitindex FTSE 100 sind derzeit Burberry Group (London: BRBY.L - Nachrichten) (+3,3 Prozent), Thomas Cook (+3,1 Prozent) und Segro (London: SGRO.L - Nachrichten) (+2 Prozent) am stärksten gefragt. Deutlichere Abschläge zeigen im frühen Handel Fresnillo (-2,6 Prozent) sowie Petrofac (London: PFC.L - Nachrichten) (-2,6 Prozent). Papiere der Lloyds Banking Group (London: LLOY.L - Nachrichten) , die bereits am Dienstag Details zu ihrer geplanten Kapitalerhöhung bekannt gab, verbilligen sich aktuell um 32 Prozent, werden jedoch ex-Bezugsrecht gehandelt.
In den Niederlanden gab der Allfinanzkonzern ING Groep (ISIN NL0000303600/ WKN 881111) heute Einzelheiten zu seiner 7,5 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung bekannt. Den Angaben zufolge beläuft sich der Bezugspreis je Aktie auf 4,24 Euro, was einem Abschlag von 52,4 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag bzw. einem 37,3-prozentigen Abschlag auf den theoretischen Preis der Ex-Bezugsrechte entspricht. Die Aktionäre können dabei sechs neue für sieben bestehende Anteilsscheine erhalten. Insgesamt werden rund 1,77 Milliarden neue Papiere ausgegeben. ING-Titel müssen in Amsterdam derzeit 1,2 Prozent abgeben.
In Frankreich stehen aktuell Alcatel (Paris: FR0000130007 - Nachrichten) -Lucent (+2,7 Prozent), Peugeot (Paris: FR0000121501 - Nachrichten) (+2,4 Prozent), Michelin (Paris: FR0000121261 - Nachrichten) (+2,4 Prozent) und Renault (+2 Prozent) an der Spitze des CAC40 (Paris: Nachrichten) . Auf der Verliererseite sind Sanofi (Paris: FR0000120578 - Nachrichten) -Aventis mit einem Abschlag von 1,2 Prozent zu finden, gefolgt von Danone (Paris: FR0000120644 - Nachrichten) , Lagardere (Paris: FR0000130213 - Nachrichten) und L`Oreal (Paris: FR0000120321 - Nachrichten) mit einem Minus von je 1 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.784,71 (-0,53 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.425,58 (-0,60 Prozent) EURONEXT 100: 639,92 (-0,27 Prozent) FTSE 100 (London): 5.172,21 (-0,42 Prozent) CAC40 (Paris): 3.669,36 (-0,27 Prozent) MIB (Mailand): 21.820,32 (-0,47 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.605,70 (-0,44 Prozent) SMI (Zürich): 6.262,84 (-0,33 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.478,07 (-1,23 Prozent) (27.11.2009/ac/n/m)