Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen zum Mittag hin klar nach unten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 büßt zur Stunde 0,85 Prozent ein auf 2.883,67 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 liegt daneben mit 0,82 Prozent im Minus bei 2.506,64 Zählern. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 sackt um 0,85 Prozent ab auf 660,72 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Verluste.
Die Anleger reagieren damit auf die schwachen US-Futures. Aktuell geben der Dow Jones Future 0,60 Prozent, der S&P 500 Future 0,73 Prozent und der NASDAQ (NASDAQ: Nachrichten) 100 Future 0,68 Prozent ab. In den USA stehen in Kürze die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und im weiteren Handelsverlauf die Frühindikatoren und der Philadelphia Fed Index auf der Agenda.
Auf Jahressicht ist der Umsatz der britischen Einzelhändler im Oktober um 3,4 Prozent gestiegen. Im September war ein schwächeres Umsatzwachstum von 2,9 Prozent gemeldet worden. SABMiller (ISIN GB0004835483/ WKN 861038) gewinnen als Spitzenreiter im FTSE 100 knapp 4 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Bierkonzern gab zuvor die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr bekannt. Der Gesamtumsatz lag bei 13,36 Mrd. Dollar, nach 14,22 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 1,24 Mrd. Dollar, nach 1,13 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Langfristig sieht sich der Konzern weiter auf Wachstumskurs und will seine Kernmarken gezielt ausbauen. Um gut 3 Prozent nach oben geht es für Reckitt Benckiser (London: RB.L - Nachrichten) (ISIN GB00B24CGK77/ WKN A0M1W6). Der Reinigungsmittelhersteller plant einem Pressebericht zufolge möglicherweise eine milliardenschwere Übernahme im Ausland. In der Vergangenheit habe es wiederholt Gerüchte über eine geplante Übernahme von SSL International (London: SSL.L - Nachrichten) , dem Hersteller von Kondomen der Marke "Durex", gegeben. Gut informierten Kreisen zufolge könnte aber auch ein Zusammenschluss mit dem US-Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive (ISIN US1941621039/ WKN 850667) auf der Agenda stehen. Die Aktie des Einzelhandelskonzerns Wm Morrison Supermarkets (ISIN GB0006043169/ WKN 880225), der im dritten Quartal einen Umsatzanstieg vorweisen konnte, gewinnt 0,6 Prozent. Rohstoffwerte stehen indes kräftig unter Druck. Unter anderem verlieren Antofagasta (London: ANTO.L - Nachrichten) 4,9 Prozent, Anglo American (London: AAL.L - Nachrichten) 3,7 Prozent, Fresnillo (London: FRES.L - Nachrichten) 3,3 Prozent und Xstrata (London: XTA.L - Nachrichten) 3 Prozent.
Die Aktie des französischen Lebensmittelherstellers Danone (ISIN FR0000120644/ WKN 851194) gibt im CAC40 (Paris: Nachrichten) knapp 4 Prozent ab. Am Vorabend hatte der auf Milchprodukte spezialisierte Konzern seine Umsatzprognose nach unten revidiert. Demnach gehe man nunmehr von einem jährlichen Umsatzzuwachs von mindestens 5 Prozent aus, nachdem man zuvor ein Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent in Aussicht gestellt hatte. Die Prognose für das zweite Halbjahr wurde indessen bestätigt.
Papiere des Schweizer Mitbewerbers Nestlé verlieren im SMI (0198.HK - Nachrichten) ein knappes Prozent. Nach unverändert schwachen Zahlen zur Uhrenexportstatistik geben Swatch 3 Prozent und Richemont (Virt-X: CFR.VX - Nachrichten) 1,9 Prozent ab.
voestalpine (ISIN AT0000937503/ WKN 897200) legen in Wien im ATX (Wien: Nachrichten) 0,6 Prozent zu. Der Stahlkonzern hat im zweiten Quartal trotz der insgesamt verhaltenen Stahlkonjunktur einen Gewinn eingefahren. Der Gesamtumsatz lag bei 2,07 Mrd. Euro, nach 3,23 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Gewinn von 28,3 Mio. Euro erzielt, nach 278,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Für das dritte Quartal geht man von einem ähnlichen Ergebnis wie im zweiten Quartal aus, während man für das Gesamtjahr 2009/10 aus heutiger Sicht ein "deutlich positives operatives Ergebnis (EBIT)" anpeilt. Leichte Gewinne bestimmen das Geschehen bei Schoeller-Bleckmann (ISIN AT0000946652/ WKN 907391). Der Konzern hatte in den ersten neun Monaten unter der Investitionszurückhaltung vieler Ölkonzerne zu leiden und musste einen deutlichen Ergebnisrückgang ausweisen. Die Erlöse lagen bei 188,7 Mio. Euro, nach 281,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Nachsteuerergebnis wurde ein Rückgang auf 13,6 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nachsteuergewinn von 42,4 Mio. Euro verzeichnet hatte. Daneben präsentiert sich die Aktie des Flughafen Wien (ISIN AT0000911805/ WKN 884216) etwas fester. Der Flughafenbetreiber musste in den ersten neun Monaten einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Die Umsatzerlöse sanken auf 374,4 Mio. Euro, nach 418 Mio. Euro im Vorjahr. Das Periodenergebnis lag mit 60,8 Mio. Euro um 28,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.883,67 (-0,85 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.506,64 (-0,82 Prozent) EURONEXT 100: 660,72 (-0,85 Prozent) FTSE 100 (London): 5.306,41 (-0,67 Prozent) CAC40 (Paris): 3.790,71 (-0,98 Prozent) MIB (Mailand): 23.031,65 (-1,30 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.968,20 (-0,55 Prozent) SMI (Zürich): 6.315,92 (-0,83 Prozent) ATX (Wien): 2.643,93 (-0,20 Prozent) (19.11.2009/ac/n/m)