Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben die Tagestiefststände zum Mittag hin klar hinter sich gelassen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,01 Prozent auf 2.898,54 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt ebenfalls 0,01 Prozent zu auf 2.522,77 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 rückt um 0,13 Prozent vor auf 664,18 Stellen. Die europäischen Länderbörsen präsentieren sich vorwiegend fester.
Die Auftragseingänge in der europäischen Industrie sind im September erneut angewachsen. Dies teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. So erhöhte sich der entsprechende Index der Eurozone (EZ16) auf Monatssicht um 1,5 Prozent. In der gesamten EU27 stiegen die Auftragseingänge um 1,7 Prozent.
Die Wall Street dürfte nach derzeitigem Stand etwas fester eröffnen. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,01 Prozent, der S&P 500 Future 0,14 Prozent und der NASDAQ (NASDAQ: Nachrichten) 100 Future 0,05 Prozent. Neue Impulse könnten von der Konjunkturseite her kommen. So werden in den USA Daten zum BIP, das Verbrauchervertrauen und am Abend das FOMC-Sitzungsprotokoll erwartet.
Lloyds (ISIN GB0008706128/ WKN 871784) gewinnen in London im FTSE 100 gut 1 Prozent. Die britische Großbank hat zuvor die Details zu ihrer geplanten Kapitalerhöhung bekannt gegeben. Demnach werde man die neuen Anteilsscheine zu einem Emissionspreis von 37 Pence je Aktie ausgeben, was gegenüber dem letzten Schlusskurs einem Abschlag von 57,3 Prozent entspricht. Dabei werden den Aktionären jeweils 1,34 neue Aktien für eine bestehende Aktie zum Bezug angeboten. Durch die Kapitalerhöhung erwartet Lloyds Brutto-Mittelzuflüsse im Gesamtwert von rund 13,5 Mrd. Britischen Pfund. Das Kreditinstitut hatte Anfang November dieses Jahres milliardenschwere Kapitalmaßnahmen angekündigt, um nicht an dem staatlichen Absicherungsprogramm gegen weitere Verluste in Zusammenhang mit faulen Wertpapieren (Government Asset Protection Scheme (GAPS)) teilnehmen zu müssen. RBS (London: RBS.L - Nachrichten) und HSBC (London: HSBA.L - Nachrichten) geben dagegen jeweils gut 1 Prozent ab. Werte aus dem Rohstoffsektor können mittlerweile teils deutlich zulegen. Unter anderem rücken Anglo American (London: AAL.L - Nachrichten) um 3,1 Prozent, Lonmin (London: LMI.L - Nachrichten) um 2,1 Prozent und Eurasian um 1,8 Prozent vor.
Papiere des Einzelhandelskonzerns Carrefour preschen nach einer positiven Analystenstudie im CAC40 (Paris: Nachrichten) in Paris um über 3 Prozent vor. Michelin (Paris: FR0000121261 - Nachrichten) liegen mit gut 2 Prozent vorne. Dagegen sacken Alcatel (Paris: FR0000130007 - Nachrichten) -Lucent als Schlusslicht um 2,3 Prozent ab. Außerdem büßen Société Générale (Paris: FR0000130809 - Nachrichten) 1,4 Prozent und Schneider Electric (Paris: FR0000121972 - Nachrichten) ebenfalls 1,4 Prozent ein.
Im Schweizer Leitindex SMI gewinnen Swiss Re (Virt-X: RUKN.VX - Nachrichten) an der Spitze 1,5 Prozent. Daneben verbessern sich Holcim (Virt-X: HOLN.VX - Nachrichten) um 1,2 Prozent und Zurich Financial um 1,1 Prozent. Für die beiden Schwergewichte Roche und Novartis (Virt-X: NOVN.VX - Nachrichten) geht es um jeweils gut 1 Prozent nach oben. Julius Bär geben auf der Gegenseite 2 Prozent ab. UBS (Virt-X: UBSN.VX - Nachrichten) verlieren 1,4 Prozent und Credit Suisse 1,3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.898,54 (+0,01 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.522,77 (+0,01 Prozent) EURONEXT 100: 664,18 (+0,13 Prozent) FTSE 100 (London): 5.372,88 (+0,32 Prozent) CAC40 (Paris): 3.813,09 (-0,00 Prozent) MIB (Mailand): 22.969,60 (+0,06 Prozent) IBEX 35 (Madrid: Nachrichten) (Madrid): 11.962,50 (+0,18 Prozent) SMI (Zürich): 6.426,69 (+0,26 Prozent) ATX (Wien: Nachrichten) (Wien): 2.628,63 (-0,13 Prozent) (24.11.2009/ac/n/m)