Börse Frankfurt-News: Wohin gehen die Märkte? (Anleihen)

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Freitag, 13. November 2009, um 16:38 CET

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 13. November 2009. Die Richtung der Marktbewegung scheint unklar. Investoren hegen, solange die großen Impulse fehlen, ihr kleines Rentengärtchen - kaufen hier oder verkaufen da: Alles in allem fehlt jedoch die Richtung.

Der Bund-Future bewegte sich in den vergangenen fünf Handelstagen um etwa einen Prozentpunkt nach oben und notiert zur Mittagszeit bei 121,68 Punkten. Eine zehnjährige Bundesanleihe wirft durchschnittlich eine Rendite von 3,31 Prozent ab.

Wie die Market Maker vom Handel mit Rentenfonds melden, verkaufen Investoren ihren Jumbo-Pfandbrief-ETF (WKN 253526). "Pfandbriefe sind entsprechend teuer geworden, verglichen mit Bundesanleihen, und nun ist diese Bewegung zum Stillstand gekommen", beschreibt ein Händler der HypoVereinsbank (Xetra: 802200 - Nachrichten) .

Autos bewegen

Heute sei im Vergleich zu den restlichen Handelstagen dieser Woche wieder deutlich mehr Umsatz zu beobachten, meint Förtsch. Anleger würden allerdings derzeit bevorzugt Anleihen von Automobilherstellern verkaufen, allen voran Volkswagen (Xetra: 766400 - Nachrichten) -Papiere. Renten-Anleger folgen damit der negativen Stimmung, die den Aktien des Autokonzerns entgegen schlägt. Anleger fürchten wohl um ihre schönen Kursgewinne bei Volkswagen-Anleihen.

Seit heute neu im Handel ist eine Anleihe des italienischen Autobauers Fiat (WKN A1APZ8). Das Papier läuft bis 2015 und ist mit 8,875 Prozent verzinst. Schon sehr früh seien erste Orders für das Papier aufgelaufen, was eher ungewöhnlich wäre, sagt ein Händler.

Neu im Handel

Für nächste Woche wird eine Ford-Anleihe (WKN A1APZ7) erwartet, die mit 9,375 Prozent verzinst ist. Und der Versandhändler Otto will eine Anleihe emittieren. Doch hier seien die Details noch nicht genau bekannt, meldet Rainer Petz von der Close Brothers Seydler Bank.

Australiens Zinspolitik lockt

Förtsch beobachtet wachsendes Interesse an Anleihen in australischen Dollar. "Die australische Wirtschaft entwickelt sich kräftiger", berichtet der Skontroführer für Renten. Australiens Zentralbank habe zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit die Zinsen erhöht.

Venezuelas Präsident Chavez erschreckt

Spannungen zwischen Venezuela und Kolumbien und zuletzt die von Venezuelas Präsident Chavez angekündigte Aufrüstung und Kriegsdrohung haben die Venezuela Investoren vorsichtig werden lassen. Der Grund für Chavez "Säbelgerassel", wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Wortgefecht nennt, liegt in einem Abkommen zwischen Kolumbien und den USA, dass die US-Streitkräfte kolumbianische Militärbasen nützen dürfen. Mit dem Schritt, bei dem es eigentlich um den Kampf gegen die Drogenmafia geht, solle nach der Behauptung Chavez eine militärische Intervention Venezuelas vorbereitet werden, wie die "Welt" schreibt. Zeitungskommentaren zufolge will Chavez mit diesen Drohungen die Bevölkerung von den massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes ablenken. "Venezolanische Anleihen verloren kräftig. Die bis 2015 laufende Euro-Anleihe (WKN A0DZ45) notiert wieder um 80 Prozent. Zum Ende des Vormonats stand das Papier noch bei 87 Prozent.

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© 13. November 2009/Dorothee Liebing

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG (Xetra: 581005 - Nachrichten) verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)